Der etwas "Schwierige" Alltags-Blog

Wie stark ist deine Eifersucht?

Wie groß ist Deine Eifersucht?

Viele Paare kommen wegen Eifersucht zur Paarberatung. Von Fall zu Fall kann sich das Ausmaß des Leidens drastisch unterscheiden. In drei Formen der Eifersucht wird gerne unterscheiden - mild, mittelschwer und massiv.

Mild- fühlt sich noch als weitgehend gesund an. Sie fungiert als eine Art Warnsignal für die Beziehung, weil der Eifersüchtige hinterfragt: Legt der Partner gerade ungewöhnliches Verhalten an den Tag? Sollte ich selbst mehr für die Beziehung tun?

Bei der mittelschweren Eifersucht hingegen ist es nur noch unter Anstrengung möglich, die Kontrolle über die eigenen Gefühle zu behalten. Schnell schwingt in jeder Reaktion eine extreme Empfindlichkeit mit. Wie aus dem Nichts kann es passieren, dass der eigene Wert durch zwanghafte Vergleiche mit den vermeintlichen Eindringlingen herabgesetzt wird.

Bei der massiven Eifersucht ist am Ende jede Begründung recht – sei sie noch so irrational. Schon der Gedanke an eine Bedrohung genügt, um diese als real wahrzunehmen und ganz plötzlich ist das Gehirn wie vergiftet.

 

Wenn die Eifersucht uns nicht guttut – warum ist sie überhaupt im Menschen verankert?

 

Der amerikanische Psychologe David Buss hat zu diesem Thema ein viel beachtetes Buch veröffentlicht (Wo warst Du? Der Sinn der Eifersucht). Darin ergründet er den evolutionären Ursprung der Eifersucht und zeigt die Unterschiede im Erleben von Mann und Frau auf. Er schreibt: "Die sexuelle Untreue der Frau untergräbt das Vertrauen des Mannes, der leibliche Vater ihrer Kinder zu sein. Ein betrogener Mann läuft Gefahr, Jahre- oder sogar Jahrzehnte lang in die Kinder eines anderen Mannes zu investieren." Eifersucht spielt sich beim Mann also häufig in einem sexuellen Kontext ab. Bei Frauen hingegen habe die Rolle des Partners als Versorger oberste Priorität: "Die meisten verzeihen einen Seitensprung ohne emotionale Beteiligung eher, als den Albtraum ertragen zu müssen, dass eine Konkurrentin die Zärtlichkeit, Zeit und Zuneigung ihres Partners für sich gewinnt."

Was einst die Instinkte übernahmen, ist heute eine Kulturtechnik. Die Eifersucht fungiert als Scheinwerfer, der ein Licht auf die Beziehung wirft. Das Ausleuchten dunkler Ecken kann nicht nur eventuelle Nebenbuhler verdrängen, sondern auch das Vertrauen festigen, Vertrauen in uns selbst und in den Partner. Sollte ich dem Eindringling klarmachen, mit wem er es zu tun hat? Oder brauche ich mir keine Sorgen zu machen, weil das Interesse der Liebsten trotzdem mir gilt? So kann die Eifersucht zum Komplizen werden, wenn es darum geht, die Partnerschaft aufrechtzuerhalten. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche: die Liebe zum Partner.

 

"Hast Du auch schlechte Angewohnheiten in deiner Beziehung?"

Schlechte Angewohnheiten schleichen sich in jede Beziehung mal ein. Das ist nun mal so.

Aber: Das muss nicht so bleiben. Denn wer die Fehler frühzeitig erkennt, kann der Liebes-Falle entkommen. 

Diese typischen schlechten Angewohnheiten lassen wir in Zukunft einfach bleiben.

 

Fehler aufwiegen: „....aber damals hast Du.....“

 

Fehler und Verletzungen bleiben in keiner Beziehung aus. Sie müssen gelöst, besprochen, entschuldig und dann vor allem ad acta gelegt werden. Denn holt man die Vorwürfe aus der Vergangenheit immer wieder auf den Tisch, beschwört man damit einen ewigen Teufelskreis aus gegenseitigen Schuldvorwürfen herauf. Auch  blöd:

Generalisierungen wie „Immer machst du...“

 

Sticheleien: „Hat die Hose nicht letztes Jahr noch gepasst?“

 

 Jeder weiß, dass Ehrlichkeit in einer Beziehung das Wichtigste, aber leider auch nicht immer das Einfachste ist. Offene Worte können wehtun. Was allerdings noch mehr schmerzt, sind Sticheleien oder fiese Zweideutigkeiten. Liebende sollten daher immer den Mut finden die Wahrheit anzusprechen, anstatt sie in kleinen Gemeinheiten zu verstecken.

 

Beziehung in Frage stellen: „Vielleicht passen wir ja einfach nicht zusammen?“

Ein Paar sollte immer an einem Strang ziehen. Wer die Beziehung beim kleinen Streit in

Frage stellt, verletzt den Anderen nicht nur, sondern spielt auch ein gemeines

Erpressungsspiel. Denn droht ein Partner mit dem Beziehungs-Aus, ist der Andere vielleicht eher gewillt, einen ungewollten Kompromiss einzugehen, um den Partner nicht zu verlieren.

 

Den Partner für das eigene Glück verantwortlich machen: „Du musst Dich mehr um mich

kümmern.“

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, sagt der Volksmund. Und damit hat er auch Recht. Denn die vielleicht schlechteste Angewohnheit von allen ist es, dem Partner die Verantwortung für

das eigene Wohlgefühl und Glück zu geben. Was dagegen hilft? Ganz einfach: Sich

wieder vermehrt um sich selbst kümmern. Denn nur wer sich selbst liebt, kann auch von Anderen geliebt werden.

 

Aussagen interpretieren: „Du hast das ganz anders gemeint, als du es gesagt hast.“

 

Eine schlechte Angewohnheit in einer Beziehung ist es auch, das Gesagte des Anderen nicht für bare Münze zu  nehmen, sondern seine Aussagen so auszulegen, wie man es selbst meint. Dieses Verhalten nimmt dem Partner jegliche Chance, seine Meinung offen zu vertreten.

 

Ständig nörgeln: „Du hast schon wieder den Müll nicht heruntergebracht.“

 

Erinnerst du dich an die Zeit, in der du frisch verliebt warst? Da hat der andere auch vergessen die Socken wegzuräumen oder den Müll herunter zu bringen. Und? Wie hast du reagiert?

Wahrscheinlich hast du darüber hinweg gelächelt. Natürlich muss man nicht alle Fehltritte erdulden. Wer aber wieder liebevoll mit den Fehlern des Anderen umgehen lernt, anstatt bei jeder Kleinigkeit zu nörgeln, behält ein gutes Beziehungsklima.

 

Routine zulassen: „Das haben wir doch immer so gemacht.“

 

Dem Partner den Vorwurf zu machen, er würde sich nicht genug für die Beziehung einsetzen, keine Vorschläge für Unternehmungen machen oder sich sonst zu wenig kümmern, ist leicht. Selbst die Initiative zu ergreifen ist noch mühsamer, letztlich aber der liebevollere und bessere Weg für die Beziehung.

 

Höflichkeit vergessen: „Stell dich nicht so an.“

 

Eine besonders schlechte Angewohnheit ist es, dem Partner nicht mehr mit einer liebevollen Art, sondern mit schroffer Unhöflichkeit zu begegnen. Besonders Paare, die schon lange

zusammen sind, neigen dazu. Erinnere dich daran, dass du deinen Partner liebst.

Und mit wem sollten wir sonst liebevoll umgehen, wenn nicht mit unserem Liebsten?

 

Keine Initiative zeigen: „Du könntest auch mal was machen.“

Dem Partner den Vorwurf zu machen, er würde sich nicht genug für die Beziehung einsetzen, keine Vorschläge für Unternehmungen machen oder sich sonst zu wenig kümmern, ist leicht. Selbst die Initiative zu ergreifen ist noch mühsamer, letztlich aber der liebevollere und bessere Weg für die Beziehung.

 

Das Küssen verlernen: „Bussi, Bussi“

 

Frisch verliebte Paare können die Münder nicht voneinander lassen. Doch in den meisten Fällen ändert sich das im Laufe der Jahre. Aus leidenschaftlichen Knutschereien werden

freundschaftliche Bussis. Schade eigentlich, oder? Dann ändere diese schlechte

Angewohnheit am besten bald und gib deinem Schatz öfter einen filmreifen Kuss.

Corona- Neue Lebensumstände - Beziehungstest!

Für manches Paar wird die Corona-Pandemie zum Belastungstest. Im Negativen wie im Positiven. Was das bedeuten kann, lassen beispielsweise Ergebnisse von Studien erahnen, die Beziehungen während und nach Naturkatastrophen untersuchten (Journal of Family Psychology: Cohen & Cole, 2002).

1989 veränderte etwa Hurrikan Hugo das Leben vieler Menschen im Südosten der USA und der Karibik fast von einem Tag auf den anderen.

Im Jahr darauf ließen sich in den betroffenen Gebieten in South Carolina nicht nur deutlich mehr Paare scheiden als in den Jahren zuvor und später, auch die Zahl der Hochzeiten und Geburten stieg sprunghaft an.

Während die einen also dem enormen Stress völlig neuer Lebensumstände nicht standhielten und daran zerbrachen, gingen andere Paare verbundener aus der Krise hervor.

 

Singles:  

Was also macht größtmögliche Distanz zur Umwelt, dafür aber intensive Nähe in den eigenen vier Wänden mit uns? Während manche es mögen, sich zu zweit oder mit den Kindern auch mal zu Hause zurückzuziehen und die Welt draußen zu lassen, bringt das andere an ihre Grenzen. Und wer ohnehin allein wohnt und Single ist, den quälen noch ganz andere Fragen: Dating ist keine Option mehr, Nähe zu einem fremden Menschen, wenn man nicht mal seine

Freunde mehr sehen darf?

Und ganz Existenzielles: Wie geht es mit dem Job weiter, was ist morgen, nächste Woche, in einem Monat? Die Ängste um die eigene Gesundheit oder die von Menschen, die uns viel bedeuten. Wer vor allem als Ärztin, im Supermarkt, als Krankenpfleger, Sozialarbeiterin oder Lieferbote draußen gerade die wohl wichtigsten öffentlichen Jobs macht, ist noch einmal

ganz besonders gefordert.

 

Sich selbst zu helfen, stützt auch die Beziehung 

 

Wer sich in diesen Zeiten nicht nur als Paar oder Familie schützen will, muss erst

mal einen Weg finden, sich selbst zu stärken. Der weltgrößte Psychologenverband

APA empfiehlt ganz konkrete Dinge für den neuen Alltag:

· Nutzen Sie verlässliche Quellen, um sich über das neue Coronavirus zu informieren.

Auf dem Laufenden zu bleiben ist wichtig, Pausen aber ebenso. Eine ständige Beschäftigung mit Corona-Meldungen kann ebenso verunsichern und Ängste schüren wie Falschmeldungen.

 

· Gestalten Sie Ihren Tag so bewusst wie möglich: Geben Sie sich einen festen Tagesablauf und halten Sie gewohnte Routinen bei – aufstehen zu bestimmten Zeiten, regelmäßig essen, arbeiten, lernen, sich bewegen, abschalten. Eine solche Struktur gibt Halt und Sinn und beugt schlechter Stimmung vor.

 

· Schlafen Sie genügend, essen Sie abwechslungsreich und mit viel

frischen Zutaten, machen Sie zu Hause Sport. Tun Sie sich zwischendurch etwas Gutes. Gehen Sie mit Drogen wie Alkohol und anderen Rauschmitteln bewusst und zurückhaltend um.

 

· Bleiben Sie digital verbunden: Gehen Sie mit Video-Chats, Telefonaten, Textnachrichten mit Menschen in Kontakt, die Ihnen wichtig sind.

 

Sprechen Sie über das, was Sie beschäftigt.

· Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie tun können, und akzeptieren Sie die Dinge, die Sie nicht ändern können. Smartphone-Apps mit Achtsamkeits- und Entspannungsübungen helfen zusätzlich. Machen Sie sich bewusst, dass Sie gerade all das auf sich nehmen, um anderen Menschen das Leben zu retten.

· Wenden Sie sich an einen Profi, wenn Ihnen alles zu viel wird – vor allem dann, wenn Sie mit Ängsten, starker Anspannung, Reizbarkeit und depressiven Stimmungen zu tun haben. Oft helfen schon einige Onlinesitzungen mit einer Psychologischen Beraterin. 

Viele Berater haben auf digitale Therapie umgerüstet.

 

 

Kannman ohne Schmetterlinge im Bauch dauerhaft glücklich sein?

In der Theorie ist alles schön. Man hat Spaß, tolle Gespräche, guten Sex, verbringt gern Zeit miteinander – aber irgendwas fehlt.

Man wäre so gerne verknallt, aber irgendwie wollen sich die Schmetterlinge im Bauch nicht einstellen. Kann man dauerhaft eine solche Beziehung führen?

 

Manchmal muss man Schluss machen, wenn es am Schönsten ist. Noch knapp die Kurve

kriegen, bevor es einen emotional so richtig rausschleudert.

Manchmal trifft man nämlich Menschen, mit denen man im Baumarkt Tränen lacht, nachts Spaziergänge bei Regen macht, die einem ungefragt Regale aufbauen oder morgens Gepäck an die Türe hängen. Die genau wissen, was man am liebsten frühstückt, wann man dringend ein Stück Schokolade für den Blutzuckerspiegel baucht und mit denen man die

perfekte Kuschel-Choreografie hat.

Es ist immer schön, aber eben nie wirklich schön genug.

Eigentlich ist alles cool. Aber ist man nervös, wenn der andere vorbeikommt, todtraurig wenn er mal länger keine Zeit hat?

Man schaut nach rechts und links und überall sieht man verliebte Menschen mit verknallten

Blicken. Die wissen ganz genau: „Das ist der/die Eine“ – und selbst? So wirklich weiß man es nicht und kommt letztendlich zu dem Schluss: „Es reicht nicht“. - Das tut weh.

 

Denn man würde doch so wahnsinnig gerne… weil es eigentlich passt…bis auf dieses eine klitzekleine Detail, das Verliebtsein ist.

Hier handelt es sich aber um kein klitzekleines Detail. Dieses Gefühl ist essenziell. Das Gefühl, den richtigen Partner gefunden zu haben, zu wissen, es ist tiefe Liebe und Verbundenheit. Eben dieses runde, warme und ehrliche Gefühl, verleiht uns in schwierigen Situationen Kraft und Ausdauer.

Diese Beziehung wird eher von Bestand sein, denn wer das Gefühl der Schmetterlinge kennt, wird bereit sein, für seine Liebe zu kämpfen.

 

 

Wann braucht die Liebe mehr Raum und warum Distanz in der Beziehung so wertvoll ist.

Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen und festigen die Liebe. Doch zu viel Nähe kann der Partnerschaft auch schaden. Wann braucht die Liebe also mehr Raum und warum Distanz in der Beziehung so wertvoll ist.

In der Partnerschaft das richtige Maß zwischen Nähe und Distanz zu finden, ist eine große Herausforderung. Gelingt dies nur unzureichend, kann es entweder ungünstig für die Partnerschaft oder für die persönliche Entwicklung und Zufriedenheit der Einzelperson sein.

Jeder braucht Distanz und Nähe.

Der Wunsch nach Distanz bedeutet dabei nicht, dass man sich nicht liebt, sondern lediglich, dass man sich etwas mehr Freiheit für sich selbst wünscht. Jeder Mensch braucht Raum für sich und seine Interessen. Man solle daher achtsam gegenüber den eigenen Bedürfnissen und denen des Partners sein. Nur wenn sich beide Partner genügend Freiräume zugestehen, könne sich die Liebe weiterentwickeln und langfristig stabil bleiben. Wie viel Distanz guttut, ist

dabei nicht nur von Paar zu Paar unterschiedlich, sondern immer auch von der jeweiligen Lebenssituation abhängig.

Distanz, in welcher Ausprägung auch immer, ist vor allem dann heilsam, wenn für einen Partner die ständige Anwesenheit des anderen zu viel wird, etwa weil Alltagsstreitereien oder berufliche und familiäre Umstände immer wieder für Stress sorgen.

Den Wunsch nach mehr Freiraum ansprechen.

Jede längerfristige Beziehung steht vor der Herausforderung, die richtige Mischung von Nähe und Distanz zu finden – und diesbezügliche Bedürfnisse auch anzusprechen. Wenn der Wunsch nach dem eigenen Rückzugsort spürbar ist, beispielsweise in Form eines eigenen Zimmers in der gemeinsamen Wohnung, sollte man dies sehr ernst nehmen und nach Möglichkeiten suchen, dies auch in die Tat umzusetzen.

Getrennte Schlafzimmer sind nicht automatisch ein Sexkiller.

Distanz gibt der Liebe immer die Möglichkeit, zu wachsen und wieder stabil zu werden. Das gelte für getrennte Hobbys ebenso wie für getrennte Schlafzimmer, getrennte Wohnungen oder gar eine Auszeit. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es zudem keineswegs so, dass getrennte Betten zwangsläufig der Leidenschaft oder der Liebe schaden. Oft ist sogar das

Gegenteil zu beobachten.

Das liegt nicht nur daran, dass Distanz das sexuelle Interesse und die Neugier auf den Partner neu entfachen kann. Ruhige Nächte ohne Schnarch-Geräusche, stundenlanges Lese-Licht oder Handy-Flimmern führen zu mehr Gelassenheit.

Getrennte Wohnungen durchbrechen Alltagsdiskussionen.

Deutlich mehr Distanz als getrennte Schlafzimmer bieten getrennte Wohnungen. Viele Paare wählen dieses Modell ganz bewusst für sich – und entscheiden sich so gegen die nervigen Seiten des Alltags. Diskussionen, wer den Müll rausbringt, die Wäsche macht, abwäscht und wer wann welche Freunde mitbringt, fallen weg. Man verabredet sich wieder bewusst mit dem Liebsten und verbringt die Zeit viel intensiver. Viele Paare empfinden das als Erleichterung und Bereicherung für ihre Beziehung.

Die eigene Wohnung hat den Vorteil, einen großen eigenen Rückzugort zu bieten, ohne dass man sich ständig mit den Bedürfnissen des Partners oder der Partnerin auseinandersetzten muss. Ob dieses Beziehungsmodell passt, müssen beide selbst herausfinden. Manche ziehen nach einer Testphase auch wieder zusammen.

Auch die Trennung auf Zeit kann Chancen bieten.

Die Trennung auf Zeit beinhaltet ebenfalls viel Distanz – und bietet dennoch Chancen. Sinnvoll ist sie dann, wenn sich die Beziehung in eine Sackgasse entwickelt hat. Sich zurückzuziehen, auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu hören und sich zu fragen, ob man mit dem Partner

weiterhin zusammenbleiben möchte – die Auszeit gibt den nötigen Raum. Nach

einer Affäre beispielsweise braucht der Betrogene häufig eine Auszeit, um den Vertrauensbruch verarbeiten zu können und zu überlegen, wie er mit der Situation weiter umgehen möchte.

Die Auszeit kann ein heilsamer Schritt sein. Eine Trennung auf Zeit zu vereinbaren, kann zum Beispiel dann empfehlenswert sein, wenn das Paar nicht mehr weiß, ob es noch gemeinsame Ziele hat oder das gegenseitige Vertrauen erneut wieder hergestellt werden kann.

Wann zu viel Distanz schadet

Zu viel Distanz birgt allerdings auch Risiken. Schwierig wird es, wenn das Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit und gemeinsamem Austausch dadurch soweit eingeschränkt wird, dass entweder eine Seite oder gar beide längerfristig unzufrieden sind.

Distanz ist ein natürliches Bedürfnis, das nun mal bei jedem Menschen etwas anders ausfällt.

Daher ist die regelmäßige Kommunikation sehr wichtig. Wenn es schwerfällt, offen darüber zu sprechen oder das richtige Maß zu finden, kann eine Paarberatung eine mögliche Hilfe sein.

Liebe ist die die beste Medizin weil....

... sie uns vor Grippe und Schnupfen schützt.

Ein aktives Liebesleben beugt Erkältungskrankheiten vor. Das haben die Psychologen Carl J. Charnetsk und Francis Brennau von der Wilkens University im US-BundUnsereesstaat Pennsylvania herausgefunden.

Ihren Untersuchungen zufolge lässt ein- bis zweimal Sex pro Woche die Zahl der Immunglobuline steigen. Die Antikörper schützen den Körper vor Infektionskrankheiten.

... sie Wunden heilen lässt

Die Forscher Janice Kiecolt-Glaser und Ronald Glaser von der Ohio State University untersuchten in einer Langzeitstudie an 90 verheirateten Paaren deren Wundheilungsprozesse. Ergebnis: Bei Männern und Frauen, die in einer glücklichen Ehe lebten, heilten Wunden viel schneller. Die Wissenschaftler bemerkten sogar, wenn sich zwei gestritten hatten: Dann nahm die Zahl der weißen Blutkörperchen ab, und die Verletzung schloss sich langsamer.

... sie Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugt

Ein leidenschaftlicher und langer Kuss senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Spiegel des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins im Blut. Das zeigte eine Studie der Wiener Universitätsklinik. Kollegen aus Stockholm konnten zudem nachweisen, dass sich in einer harmonischen Partnerschaft sogar eine Verkalkung der Herzkranzgefäße zurückbilden kann.

... sie die Genesung fördert

Wer als Patient auf der Intensivstation ein stabiles soziales Netz besitzt, übersteht das Leiden besser, stellten Psychobiologen an der Universität Freiburg fest. Die Nähe geliebter Menschen fördert die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Oxytocin, das den Krankheitsstress bremst. Der Körper kann sich besser regenerieren.

... wir mit ihr länger leben

Menschen, die sich in einer intakten Familie oder im Freundeskreis gut aufgehoben fühlen, werden älter als diejenigen ohne soziales Netz. Das zeigt eine Langzeitstudie der Brigham Young University in Utah.

 

Endlich Verliebt! Eindeutige Anzeichen dafür

Von Schmetterlingen im Bauch über das grenzdebile Dauergrinsen bis hin zur

Schlaflosigkeit. Es hat euch so richtig erwischt! 

1. Bin ich verliebt?

Bin ich verliebt? Wenn man so richtig verliebt ist, merkt man das in der Regel recht fix, denn Verliebtsein ist im Ernstfall definitiv eine Form schwerer geistiger Umnachtung. Der Serotoninwert im verliebten Hirn sinkt 40 Prozent unter den Normalwert: die Wahrnehmung ist gestört, das Erregungsniveau erhöht, Schlafbedürfnis und Appetit gehen gegen null.

Trotzdem ist Verliebtsein das wohl schönste Gefühl überhaupt und es gibt kaum etwas berauschenderes. Auch das so genannte Kuschelhormon Oxytocin wird bei Frischverliebten ausgeschüttet.

2. Frisch verliebt: Kein Hungergefühl

Frisch verliebt zu sein ist die beste Diät ever! Man hat einfach keinen Hunger mehr und steht so unter Strom, dass man die paar Happen, die man isst, sowieso sofort wieder verbrennt. Der Rest erledigt sich durch Aktivitätspunkte!

3. Dauergrinsen bei Frischverliebten

Ein grenzdebiles Dauergrinsen entlarvt frischverliebte Männlein und Weiblein sofort. Kein Wunder, man will ja auch am liebsten die ganze Welt umarmen.

4. Schmetterlinge im Bauch

Wenn man verliebt ist, fühlt sich plötzlich alles so gut an, dass man vor lauter Kribbeln in die Luft springen könnte!

5. Kann nicht mehr schlafen

Ihr könnt nicht mehr schlafen, so verliebt seid ihr? Ja ja, das sind die Hormone. Aber ihr seid damit nicht alleine, viele stört das Schlafdefizit allerdings herzlich wenig, da sie die Tagträume umso schöner finden.

6. Handy bewachen

Ein kleiner Nachteil vom Verliebtsein ist das zwanghafte Verhalten. Bezieht sich aber zum Glück meist nur auf das Handy, welches die frischverliebte Frau  / Mann in der Regel wie ein Schießhund bewacht. Da kann es schon passieren, mit dem Handy in der Hand einzuschlafen!

7. Herzklopfen, wenn er /sie anruft

Für all das Warten wird man aber entschädigt, wenn er /sie  dann anruft. Das Ganze dürfte

in etwa dem Anruf der staatlichen Lotterie gleichkommen, so sehr freut man sich, seine/ihre Stimme zu hören.

8. Konzentrationsschwäche beim Verliebtsein

Die meisten können sich nicht mehr konzentrieren, wenn sie verliebt sind und schweifen permanent mit ihren Gedanken ab.

 9. Ständiges an sie/ihn denken

Tagträumereien gehören zum Verliebtsein. In diesem Zustand kann es schon passieren, dass der halbe Tag aus Tagträumen besteht. Auch Löcher in die Luft schauen ist ganz normal!

Herrlich, es ist ja auch alles so rosarot!

10. Verrückt vor Liebe

Das Hirn ist so weichgespült, dass man ganz gaga ist. Das unlogische Verhalten, wenn man frisch verliebt ist, ist ganz normal. Viele sind in diesem Zustand "einfach nur verpeilt".

11. Energiekick durch Liebe

Verliebtsein ist der Energiekick schlechthin. Plötzlich hat man die Motivation für sonst so verhasste Aktionen wie morgendliche Sit-ups oder eine kleine Laufeinheit. Manchen Beginnen sogar die Wohnung auf Hochglanz zu bringen.

12. Liebe macht produktiver

Für viele Verliebte ist es ein Verliebtheitszeichen, wenn der Tag wie im Flug vergeht und einem alles leichter fällt als sonst.

13. Nur noch vom Freund reden

Die Geduld unserer Freunde wird ordentlich auf die Probe gestellt, wenn wir frisch verliebt sind. Dann gibt es nur noch ein Thema: Ihn oder Sie." Die meisten Verliebten würde am liebsten nur über ihn/sie reden und jede noch so kurze SMS mit den Freundinnen interpretieren"...

14. Aus lauter Freude bei allen Liebesliedern mitsingen

Jetzt wird fleissig im Radio mitgesungen. Alle noch so schnulzigen Liebeslieder und gute Laune Songs werden lauthals mitgesungen, wenn es einen so richtig erwischt hat. Kommt euch das bekannt vor?

15. Wer verliebt ist, ist freundlicher

Noch etwas, das besonders schön ist am Verliebtsein: Man hat ein riesiges Herz. Für alles und jeden. Das birgt den Vorteil der permanenten Freundlichkeit. Plötzlich hat man eine ungeahnte Geduld und Nachsicht.

 

Misstrauen, eifersüchtiges Verhalten und persönlicher Freiraum

Misstrauisch, eifersüchtiges Verhalten ist vielleicht zu Beginn der Partnerschaft, mit allen

ersten Unsicherheiten der Verliebtheit zu oft beobachten. Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich… Zudem gibt es dieses Misstrauen verständlicherweise nach einer Affäre und Fremdgehen. Ich beobachte es aber auch nach einer Trennung und einem nachfolgenden Neubeginn in der Paarbeziehung.

Ähnliches gibt es auch, wenn ein neugeborenes Kind liebevolle Aufmerksamkeit

auf sich zieht. Hier sind wir plötzlich zu dritt. Ist das ein Angriff auf unser Zusammenleben als Paar? Geht es jetzt nur noch um das Kind? Wo bleibt die Zeit für uns zwei als Liebespaar?

Eifersucht und Misstrauen mag es auch geben, wenn viel Zeit und Hingabe in die eigene berufliche Karriere investiert wird. Vermutlich immer dann, wenn die Exklusivität des Paarseins vermeintlich oder tatsächlich infrage gestellt wird.

Das bloße Schwingen des Pendels in die ein oder andere Richtung, zwischen Vertrauen und

Misstrauen, muss noch nicht beziehungsabträglich für eine Paarbeziehung sein.

Im normalen Schwingungsbereich sind PartnerInnen vielleicht motiviert, umeinander zu werben.  Sie werden angehalten, sich für das Besondere der Beziehung zu engagieren.

Zudem ist dies auch eine Einladung an einzelne PartnerInnen, für die eigenen Bedürfnisse

nach Freiräumen zu sorgen. 

Persönliche Freiräume und das gemeinsame Wir

Nicht in jeder Paarbeziehung gelingt dieses Austarieren konfliktfrei. Auseinandersetzungen und Verunsicherungen begleiten das Ausbalancieren.

Zudem fordern Misstrauen und eifersüchtiges Verhalten eine Paarbeziehung gehörig heraus. Des Weiteren auch den oder die eifersüchtig Partnerin und den oder die kritisch Beäugte(n) selbst.

Die Ausgeglichenheit zwischen persönlichen Freiräumen der einzelnen PartnerInnen und der gemeinsam verbrachten Zeit gerät ins Ungleichgewicht. Oder es wird vermutet, dass ein solches Ungleichgewicht bestehe.

Während ein(e)Partner*In mehr Vertrauen und Freiräume einfordert, ein Mehr an

Unabhängigkeit möchte, sucht der andere vielleicht viel Nähe.

Unter Umständen begreift er oder sie das Bedürfnis nach Distanz und Rückzug nicht, sondern 

sieht es als eine emotionale Entfernung in der Beziehung. Dass dahinter auch der Wunsch nach Zeit für sich als Individuum stehen mag, wird hier gerne übersehen.

Eine Paarbeziehung mit Nähe rund um die Uhr ist aufgrund der Masse an verbrachter Zeit noch nicht automatisch eine qualitativ hochwertige Paarbeziehung.

 

Starten Sie positiv ins neue Jahr!

Das emotionale Tief, in das viele nach dem Jahreswechsel stürzen, heißt landläufig Neujahrsblues. Obwohl die Stimmung auf dem Nullpunkt ist, mit einer Depression hat das

nichts zu tun.

Die Tage vor und nach Sylvester sind eine Zeit der großen Gefühle. Das hat schon mit der Weihnachtzeit und der Zusammenkunft der Familie begonnen.

Die ungewohnte Nähe, die diese Zeit mit sich bringt, die unterschiedlichen

Vorstellungen und großen Hoffnungen, die daran geknüpft sind, führen nicht selten zu Enttäuschungen und Konflikten. Es sei nur natürlich, dass sie die Stimmung drücken können.

Dazu kommt: Das Jahresende ist für viele Menschen die Zeit, zurückzublicken und Resümee zu ziehen. Nicht jeder ist sich dann sicher, ob er sich auf das neue Jahr und seine Möglichkeiten freuen oder den verpassten Gelegenheiten und nicht erreichten Vorsätzen des alten Jahres

nachtrauern soll.

Wer konstatieren muss, dass sich seine zehn Kilo Übergewicht beharrlich gehalten, seine Italienisch-Kenntnisse nicht verbessert haben und er die Finger immer noch nicht von den Zigaretten lassen kann, dessen persönlicher Jahresrückblick fällt nicht positiv aus.

Die Enttäuschung über sich selbst kann auch auf die Stimmung schlagen. 

Selbst wenn das zurückliegende Jahr auf den ersten Blick scheinbar nur aus Misserfolgen bestand, ist das kein Grund deprimiert zu sein. Denn Menschen neigen dazu, sich zuerst an das Negative zu erinnern. Das ist eine vollkommen normale Reaktion.

Die negativen Erlebnisse sind im Gedächtnis viel fester verankert als die Positiven. Daher erinnert man sich auch eher an das, was einen beeinträchtigt und traurig gemacht hat anstatt an die schönen Begebenheiten.

Jetzt haben Sie aber die große Chance positiv in die Zukunft zu blicken. Visualisieren „Sie“ ihre Wünsche und Vorsätze. Zeichnen „Sie“ ein Bild, basteln eine Collage oder schreiben einen Satz auf ein Blatt Papaier und hängen es dann auf – ganz egal, umso öfter „Sie“ ihre Wünsche vor Augen haben umso eher werden „Sie“ diese umsetzten. Viel Spaß beim TUN!

Winterdepression - Einsamkeit- Niedergeschlagenheit - muss nicht sein!

Gerade an Feiertagen wie Weihnachten und Silvester sind viele Menschen nicht nur fröhlich gestimmt, sondern auch traurig. Natürlich trifft dies vor allem, aber nicht nur alleinstehende, einsame Menschen.

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Rückzug, Müdigkeit, Unausgeglichenheit und eine insgesamt gedrückte Stimmungslage können Symptome einer saisonal abhängigen Depression sein.

Die gute Nachricht: Gegen solch eine Winterdepression kann man etwas unternehmen - und gegebenenfalls stehen auch wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Eine Hauptursache der saisonal abhängigen Depression kann Lichtmangel sein.

Denn unter Einfluss von Licht produziert der Körper verstärkt "Glückshormone" (Endorphine).

Bei ausreichend Licht wird zudem vermehrt der stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin ausgeschüttet. Ein Mangel an Serotonin spielt bei der Entstehung der Depression eine wichtige

Rolle. Hingegen wird in dunklen Wintermonaten vermehrt der Botenstoff Melatonin

produziert, der eher schlapp und müde macht, weil er für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist. Eigentlich ist es "natürlich", dass der Körper im Winter auf "Sparflamme" schaltet, aber unsere heutige Lebensweise lässt solche Ruhephasen kaum noch zu.

Andererseits haben Forscher auch bei manchen Tieren vermehrte Ängstlichkeit und Depressivität bei Lichtmangel festgestellt. Wohl dem, der Winterschlaf halten kann? Frauen erleiden viermal häufiger eine saisonal abhängige Depression als Männer. Aber für beide gilt: Es kann es so weit kommen, dass sie eigentlich gar nicht aufstehen wollen und keine Kraft

mehr haben für normale Alltagstätigkeiten.

Zur Vorbeugung und Bekämpfung der Winterdepression gibt es zahlreiche Tipps:

Hilfreich ist: körperliche Aktivität im Freien. Es ist enorm hilfreich, sich auch an bewölkten und

regnerischen Tagen vom Beginn des Herbstes an bis in die Frühjahrsmonate tagsüber regelmäßig draußen aufzuhalten. Selbst an diesen grauen Tagen ist das natürliche Tageslicht drei- bis viermal stärker als die Beleuchtung in Räumen.

Daher empfiehlt es sich, sich regelmäßig im Freien zu bewegen, etwa durch Radfahren oder Spaziergänge. Sport steigert das psychische Wohlbefinden durch Ausschüttung von verschiedenen körpereigenen Glückshormonen und Stimmungsaufhellern. Gerade in der dunklen Jahreszeit können entsprechende sportliche Aktivitäten in Form von Jogging, Walking, Radfahren oder Skilanglauf kleine Wunder bewirken.

Wer die Möglichkeit dazu hat, für den können Aufenthalte in südlichen Ländern das Auftreten einer Winterdepression verhindern. Tatsächlich kommt die Depression zum Beispiel in Alaska sehr häufig, aber am Mittelmeer kaum.

Achtung Ernährungsfalle - was mich stärkt

Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Stimmungslage aus. In der Weihnachtszeit werden Nüsse gegessen, und in vielen Familien bedeuten Linsen zu Sylvester Glück. Derlei Traditionen haben durchaus einen gesundheitlichen Sinn: Das wichtige Magnesium ist unter anderem in Bananen, Linsen, Nüssen und Trockenfrüchten enthalten.

Kohlehydratreiche Lebensmittel wie Nudeln und Kartoffeln enthalten das stimmungsaufhellende Serotonin. Auch vor allem Bitterschokolode ist zu empfehlen. Generell enthalten Süßigkeiten stimmungsfördernde Stoffe; aus bekannten anderen  Gesundheitsgründen sollten sie jedoch in Maßen genossen werden.

 

Eine Depression kann jeden treffen. Doch einsame Menschen sind besonders in Gefahr, an Festtagen - zu denen Andere fröhlich feiern - in eine Depression zu geraten. Vielfältige Aktivitäten und soziale Kontakt beugen hier vor, und zwar garantiert!

Dazu gehören etwa Nachbarschaftsinitiativen, das Einladen von Bekannten und Verwandten zu sich nach Hause, Vereine, Theater- oder Museumsbesuche, der Besuch von Vorträgen

oder Reisen. Wichtig ist es selbstverständlich, sich rechtzeitig, also vor Festtagen, um Kontakte zu bemühen, um eben Einsamkeit möglichst wenig aufkommen zu lassen.

Alle anderen hier aufgeführten Maßnahmen gelten mindestens im selben Maße.

Ein Beispiel: Wenn jemand schon die Weihnachtstage alleine verbringen muss, sollte er nach dem Motto handeln: "Gutes Essen macht gute Laune".

Das Vernachlässigen sozialer Kontakte kann im Übrigen ein Symptom der Depression sein - diesen "Teufelskreis" gilt es zu durchbrechen. Und es stimmt, dass im Alter die Depressionsanfälligkeit steigt. Aber gerade ältere Menschen können dagegen etwas tun, in dem sie solche Tipps so weit beherzigen, wie es ihnen möglich ist.

Lichttherapie

Bei der für leichtere bis mittelschwere Winterdepressionen geeigneten Lichttherapie sitzt der oder die Betroffene zwei Wochen lang täglich vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang jeweils maximal eine Stunde vor einem Lichtgerät mit etwa 2.500 Lux (internationale Einheit für Beleuchtungsstärke). Bei stärkeren Lichtwänden kann die tägliche

Zeit entsprechend verkürzt werden.  

Nutzen Sie bitte auch die Beratung zeitgerecht

Sich Sorgen, Kummer und seine negativen Gefühle von der Seele zu reden, ist der Schritt in die richtige Richtung. Gerade nach den Feiertagen, wenn Sylvester „überstanden“ ist und man am Ende seiner Kräfte ist, laufen die Telefone bei uns Beratern heiß. Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen, melden sie sich zeitig. Wir arbeiten dann gemeinsam einen Feiertagsplan

für Sie aus, der ganz auf ihre Bedürfnisse ausgelegt ist.

Achtung Freunde oder Familie: Guter Rater  ist oft nicht passend. Ratschläge können auch erschlagen. "Reiß' Dich zusammen" ist beim "Winter-Blues" eine genauso

wenig hilfreiche Äußerung wie bei allen anderen Formen der Depression. Denn es gilt: Depressionen sind ernst zu nehmen - aber sie sind auch gut behandelbar!

In diesem Sinne, eine schöne Adventzeit! Nehme Sie ihre Bedürfnisse ernst, gönnen Sie sich etwas und achten Sie besonders gut auf sich!

Lebenskrise -was nun?

Der Verlust eines Menschen durch eine Trennung oder den Tod, eine schwere Krankheit oder eine überraschende Kündigung – eine Lebenskrise kommt oft überfallartig und reißt uns den Boden unter den Füßen weg. Viele stecken nun emotional fest. Hier sich Hilfe durch Beratung zu holen ist ein wichtiger Schritt. 

Wenn eine Lebenskrise eintritt, befindet man sich zunächst im Schockzustand. Man fühlt sich wie betäubt und handlungsunfähig. Doch dann kochen irgendwann die Gefühle hoch- Trauer, Wut, Verzweiflung, Angst.

Es ist sinnvoll, diesen Gefühlen freien Lauf zu lassen, denn sie sind Teil des Verarbeitungsprozesses. Wer seine Gefühle unterdrückt, verschiebt ihren Ausbruch lediglich. Nur wenn wir Gefühlen den nötigen Raum geben, können wir sie freisetzen, sodass sie uns nicht mehr so belasten. Es ist in Ordnung zu weinen, wütend zu sein oder gar Angst zu haben.

Oft liegt in der Ruhe die Kraft. Während einer Lebenskrise ist es wichtig, möglichst einen klaren

Kopf zu bewahren. Oft muss man irgendwelche wichtigen Entscheidungen treffen oder bestimmte Dinge regeln, und dass geht nur mit klarem Verstand.

Deshalb ist es gerade bei Eintreten bzw. zu Beginn der Krise hilfreich, nicht überstürzt

zu handeln. Versuchen sie erst einmal darüber zu schlafen und in Ruhe die

Hintergründe zu verstehen oder ausreichend Informationen zu sammeln, um bestmöglich

reagieren zu können. Das wäre sicher eine gute Strategie für den Beginn. Denn, wie man so

schön sagt, in der Ruhe liegt bekanntlich auch die Kraft.

Ich weiß, sie haben das Gefühl die Zeit läuft ihnen davon aber versuchen sie es.

Eine Lebenskrise braucht Zeit. So auch die Verarbeitung einer Lebenskrise und der Weg wieder hinaus. Allein das durchlebte Gefühlschaos nimmt viel Zeit in Anspruch und die sollte man sich

auch nehmen. Es hilft nichts, sich unter Druck zu setzen. Manche Lebenskrisen dauern Wochen oder Monate an. Dafür braucht man viel Energie und Geduld.

Deswegen ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und darauf zu achten, dass man seine Energiereserven stetig auffüllt.

Schauen sie gut auf sich. Gönnen sie sich die eine oder andere Kleinigkeit und verbringen sie viel Zeit an der Luft. Gehen Sie spazieren oder nehmen sie ein warmes Bad. Egal, was auch immer - es soll nur ihnen guttun. Gerne unterstütze ich sie in dieser schwierigen Zeit.

Das fiese Gefühl Eifersucht -

Fragen und Antworten

Jeder kennt dieses fiese Gefühl, was einen plötzlich überkommt, wenn der Partner auch von anderen angehimmelt wird: Eifersucht.

In Maßen kann es dem Partner zeigen, wie viel er einem bedeutet und ihn sogar schmeicheln. Doch Eifersucht kann auch zum puren Gift und zum Beziehungskiller werden, wenn es den Alltag bestimmt. Heimlich ins Handy schauen, jeden Kommentar in Social-Media verfolgen und dramatische Eifersuchtsszenen, weil der Partner jemanden anschaut: Ist das noch normal?

Braucht Liebe Eifersucht?

„Liebe lebt nicht von Eifersucht, kann in Grenzen allerdings die Liebe beleben.“

Wie viel davon ist normal?

„Normale Eifersucht wäre, wenn sie tatsächlich begründet ist, weil der Partner Anlass dafür schafft. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Partner heimlich Nachrichten mit

anderen Frauen schreibt.“

Wann wird Eifersucht zerstörerisch?

„Eifersucht wird zerstörerisch für die Beziehung, wenn sie auf Einbildungen beruht und aus objektiver Sicht weder nachvollziehbar, noch begründet erscheint. Das heißt, dass man

eifersüchtig ist, obwohl der Partner absolut keinen Anlass dafür schafft.“

Wann ist Eifersucht für eine Beziehung förderlich?

„Leichte Eifersucht kann für eine Beziehung förderlich sein, wenn sie dem Partner zeigt, dass er einem wichtig ist und man ihn nicht verlieren möchte. Dann kann es durchaus ein

Liebesbeweis sein, der das Feuer wieder neu entfachtet.“

Ist Eifersucht bei Frauen anders ausgeprägt als bei Männern? Wenn ja, wie?

„Frauen neigen eher zur emotionalen und Männer zur sexuellen Eifersucht. Frauen ist es wichtig, dass ein Mann ihnen emotional treu ist, damit er als Ehemann und Vater für sie da

ist. Aus diesem Grund verzeihen Frauen einen sexuellen Ausrutscher leichter, als Männer, denen sexuelle Treue wichtiger erscheint, als emotionale.“

Manche Menschen sind mehr, manche weniger eifersüchtig. Woran liegt´s?

„Häufig neigen Menschen mit geringem Selbstvertrauen dazu, eifersüchtiger zu sein, als Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Aber auch Menschen, die bereits in einer früheren Partnerschaft betrogen wurden oder unter Verlustängsten leiden, sind häufiger

eifersüchtig.“

Woran erkennt man Untreue?

„Es gibt einige Anzeichen, die dafürsprechen, dass der Partner untreu ist, wie z. B., dass der Partner häufiger am Handy ist und es versteckt oder wegdreht, sobald man in der Nähe

ist. Oder der Partner macht vermehrt Überstunden an bestimmten Tagen, obwohl er

kein Zeitausgleich, eine höhere Position oder mehr Gehalt bekommt. Gerade Frauen haben ein gutes Bauchgefühl und spüren, wenn etwas in der Beziehung nicht mehr stimmt. Darauf sollten sie unbedingt hören.“

Wer liebt, geht nicht fremd. Stimmt das?

„Viele Menschen sind der Meinung, dass man den Partner nicht betrügt und damit verletzt, wenn man ihn liebt. Allerdings gehen die meisten Menschen fremd, weil sie z. B. sexuelle

Befriedigung oder Anerkennung suchen, und sie lieben ihren Partner tatsächlich

von ganzen Herzen. In der heutigen Zeit müsste es deshalb heißen:

Wer fremdgeht, kann auch lieben.“

Darf ich meinen Partner kontrollieren?

„Generell sollte in einer Beziehung so viel Vertrauen herrschen, dass man den Partner nicht kontrolliert und das es auch keinen Anlass dafür gibt, ihn kontrollieren zu müssen.

Doch wenn gewisse Anzeichen dafürsprechen und man vermutet, dass der Partner

fremdgeht, dann kann es durchaus legitim sein, den Partner zu kontrollieren, um Gewissheit zu erlangen. Inwieweit welche Mittel okay sind, lässt sich nicht pauschal sagen, da es immer von den Umständen abhängig ist.“

Sind die sozialen Medien ein Turbo für Eifersuchts-Szenarien?

„Soziale Medien können dann zu Eifersuchts-Szenarien führen, wenn man den Verdacht hat, dass der Partner aufgrund seiner häufigen Aktivität z. B. mit anderen Frauen schreibt. Prinzipiell

glaube ich, dass Menschen, die ohnehin stärker eifersüchtig sind mit den sozialen Medien noch eifersüchtiger werden können, weil sie hinter jeder Freundschaftsanfrage und jedem Gefällt mir eine Gefahr lauern sehen.“

Ist zu viel Vertrauen einfach nur naiv?

„Zu viel Vertrauen ist keineswegs naiv, denn wieso sollte man dem Partner nicht voll und ganz sein Vertrauen schenken, wenn es bisher keinen Anlass dazu gab, ihm weniger zu vertrauen. Vertrauen gibt einer Beziehung eine starke Bindung und kann nur dann naiv sein, wenn man blind vertraut, obwohl man weiß, dass es Anlass zum Augen öffnen gibt.“

Kann eine offene Beziehung gut gehen?

„Eine offene Beziehung wird niemals funktionieren, wenn man sich aus Liebe zum Partner dafür entscheidet. Es kann unter Umständen gut gehen, wenn sich beide Partner dafür entschieden

haben und es tatsächlich leben wollen. Doch ich denke auch, dass eine offene

Beziehung gewisse Regeln benötigt, um funktionieren zu können.“

Kann man verhindern, dass der Partner einen betrügt?

„Man kann es leider nicht verhindern, dass der Partner einen betrügt. Doch ich denke, dass man einiges in der Partnerschaft tun kann, um die Chancen zu minimieren. Kommunikation ist das A und O und meiner Meinung nach der Schlüssel für eine gute Partnerschaft.

Viele Männer klagen darüber, dass sie mit ihrer Partnerin nicht offen über ihre sexuellen Fantasien sprechen können. Sie haben oft Angst vor den Reaktionen, z. B., dass die Partnerin sagt, dass man pervers ist. Frauen sollten dahingehend ein wenig offener werden, was allerdings nicht heißt, dass sie jede sexuelle Fantasie erfüllen sollen. Es ist auch wichtig, dass man sich nach vielen gemeinsamen Jahren noch Ziele setzt, die man zusammen erreichen will. Die Zukunftsplanung ist schließlich noch nicht beendet, wenn man ein Haus baut,

heiratet und Kinder bekommt.“

Wie entsteht Misstrauen?

„Misstrauen entsteht meistens aus Erfahrungen, die man in vorherigen oder sogar in der aktuellen Beziehung gemacht hat. Meistens handelt es sich um negative Erfahrungen, die einen lernen lassen, dass man skeptisch sein muss oder dass ein oder andere hinterfragen

sollte. Gründe dafür können sein, dass der Partner bereits oft gelogen oder vielleicht sogar fremdgegangen ist.“

Wie bekomme ich meine Eifersucht in den Griff?

„Wenn die Gründe für die Eifersucht bei einem selbst liegen, das heißt, dass man unbegründet

eifersüchtig ist, dann muss einem das erst einmal bewusst werden. Man muss sich eingestehen, dass man selbst der Auslöser für die Eifersucht ist, weil man z.B. ein zu geringes Selbstvertrauen hat oder unter Verlustängsten leidet. In nächstem Schritt ist es wichtig, dass man an der Ursache arbeitet, indem man sein Selbstbewusstsein stärkt oder die Verlustangst besiegt.

Man sollte hier auch keine Scheu haben, sich professionelle Unterstützung bei einer Beratung zu suchen.“

Familienkonflikt- immer Streit mit den Eltern!

Jeder kennt diese Konflikte zwischen Eltern und erwachsenen Kindern. Scheinbar völlig banale Aussagen führen zu großer Aufregung und sogar tagelangem Streit. Manche unserer

Reaktionen können tatsächlich nur unsere Eltern aus uns herausholen!

Leider sind es selten die Reaktionen, auf die wir besonders stolz sind. In jedem Fall sind es die Reaktionen mit besonders starken Emotionen. Wir wissen oft selbst, dass diese überzogen sind,

aber wir wissen nicht wie wir da rauskommen.

Wir haben von unseren Eltern lieben gelernt……und wir haben sie einmal extrem und existentiell geliebt, egal was wir heute fühlen, wenn wir an sie denken. Jedes Kind liebt seine Eltern. Das ist ein Naturgesetz.

Oft lieben wir sie natürlich auch noch, wenn wir erwachsen sind. Der wichtige Unterschied zu heute ist jedoch, dass wir nicht mehr existentiell von ihnen abhängig sind. Wir brauchen sie nicht mehr. Diese Tatsache ist uns jedoch nicht richtig klar und so bleiben wir stecken zwischen der gefühlten Abhängigkeit und der tatsächlichen Unabhängigkeit.

Die Konflikte zwischen Eltern und erwachsenen Kinder sind so zahlreich wie es Menschen gibt, sie lassen sich aber ganz gut in drei verschiedene „Schwierigkeitsgrade“ einteilen, die alle etwas mit dem eigenen Partnerschaftsstatuts zu tun haben:

 

 Konflikte zwischen Eltern und erwachsenen Kindern – als Singles

Wenn wir als Single Konflikte mit den Eltern haben, ist es der Klassiker, ihnen einfach aus dem Weg zu gehen. Dann genießen wir erstmal das Leben ohne ihre ständige Einmischung. Manchmal führt uns der Wunsch, endlich aus dem Dunstkreis der Eltern zu kommen, sogar bis nach China.

Aber natürlich werden wir dadurch die Konflikte nicht los, sondern wir haben sie gerade dann, wenn wir unsere Eltern besonders stark ablehnen, immer im Gepäck.

Häufig ist es dann so, dass wir uns zwar im Ausland ganz wohl fühlen aber sobald wir nach Hause kommen, mutieren wir wieder zu einem Kind. Meistens zu einem Kind in der Trotzphase. Dann beginnt der Streit nach den ersten drei Sätzen oder wir fühlen wieder unsere

Ohnmacht ihnen gegenüber und sind seltsam müde und erschöpft während des Besuchs.

 

Konflikte zwischen den Eltern und erwachsenen Kindern – wenn wir in einer Partnerschaft sind

Wenn wir selbst in einer Partnerschaft sind, wird die Sache ein bisschen schwieriger. Endlich haben wir wieder jemanden, den wir lieben können. Und nach der Verliebtheit des Anfangs

tauchen die erlernten Verhaltensmuster aus der Kindheit wieder auf.

Wenn wir ständig mit unseren Eltern im Streit sind, dehnen wir diesen Streit häufig auch auf unsere Paarbeziehung aus. Wir fühlen uns mit unserem Partner sehr schnell wieder wie ein Kind,

hilflos, trotzig und abhängig.

Hinzu kommt noch, dass unsere Eltern mit unserem Partner ebenfalls eine Beziehung eingehen.

 

Angst vor den Schwiegereltern?

Oft wird schon bei der ersten Begegnung klar, ob es hier Probleme geben wird. Manchmal entsteht dann das „Schwiegermutter Phänomen“, das uns schon viele, meist schlechte, Witze beschert hat. Der Schwiegersohn fühlt sich bevormundet und ist genervt, sobald die Schwiegermutter auf der Bildfläche erscheint. Die Frau wirbt bei ihm um Verständnis für ihre Mutter, statt sich auf seine Seite zu stellen. Natürlich können die Personen hier beliebig ausgetauscht werden, die Schwiegermutter kann auch der Schwiegervater sein und die Tochter auch der Sohn. Deutlich wird aber das zugrunde liegende Problem, das „alte“ System hat ein Problem hat mit dem „neuen“.

Die Ablösung nicht länger aufschieben

Auf der persönlichen Ebene ist die Ursache die fehlende Ablösung von den Eltern. Wenn also unser Partner ein Problem mit unseren Eltern hat, haben wir uns noch nicht aus unserem

Herkunftssystem und unserem Status als „Kind“ gelöst.

Eine Beziehung kann aber nur gelingen, wenn sie eindeutig „Vorrang“ hat vor dem alten System. Es geht also darum, endlich erwachsen zu werden. Sonst mischen sich unsere Eltern ständig in unser Leben ein und die ewige Streiterei ist vorprogrammiert. Das wird im Laufe der Zeit meistens schlimmer und unsere Beziehung gerät ernsthaft in Gefahr. Sie dürfen ruhig Grenzen setzten. Kommunizieren  Sie ihre Haltung Ihren Schwiegereltern oder Eltern in welcher Form auch immer.

Konflikte zwischen den Eltern und erwachsenen Kindern – wenn wir selbst Eltern sind

Den höchsten Konfliktlevel zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern erreichen wir sobald wir selbst Eltern sind. Sofort werden wir noch einmal ganz neu mit unseren Gefühlen aus der Kindheit und den Erfahrungen mit den eigenen Eltern konfrontiert.

Wir beginnen zwar meist, viel mehr Verständnis für unsere Eltern zu entwicklern, aber wir leiden auch darunter, dass wir uns dabei „erwischen“, uns genauso zu verhalten wie unsere Eltern. Dabei wollten wir es doch auf jeden Fall besser machen. Das kann durchaus einen mittelschweren Schock verursachen.

Entsetzt stellen wir fest, dass wir noch tiefer eingebunden sind in diese Familie als wir es jemals für möglich gehalten hätten. Wir fühlen uns normalerweise viel selbstständiger und

unabhängiger als wir es tatsächlich sind.

Wie überwinden wir diese Konflikte mit den Eltern als erwachsene Kinder?

Auf der persönlichen Ebene ist es eigentlich ganz einfach. Der erste Schritt ist, dass wir uns bei unseren Eltern bedanken für das, was sie uns gegeben haben. Wenn wir nichts finden wofür wir

dankbar sind, bleibt die Tatsache, dass wir ihnen das Leben verdanken.

Erst dann können wir uns mit Respekt von der Abhängigkeit zu ihnen lösen. Es geht nicht darum, ihnen irgendetwas zu verzeihen oder sie für etwas verantwortlich zu machen.

Heute sind wir erwachsen und groß genug, uns um uns selbst zu kümmern. Wichtig dabei ist, dass wir tatsächlich in unser eigenes Leben gehen und alle Abhängigkeiten loslassen.

Aus allen Abhängigkeiten lösen Erst dann wissen wir, dass wir überleben können und wir spüren vielleicht erstmals unsere eigene Kraft. Wir haben alles von unseren Eltern bekommen was wir

brauchen, um zu leben und wir haben unsere Kindheit überlebt. Mehr gibt es nicht und mehr brauchen wir auch nicht.

Das Schöne daran ist, dass wir sie weiterhin lieben dürfen, wenn wir das wollen. Wir dürfen sie sogar auf Distanz halten, wenn das stimmig für uns ist. Aber wir müssen nichts mehr davon tun! Ab jetzt sind wir in der Lage, einen guten und für uns stimmigen Umgang mit ihnen zu finden.

Die Voraussetzung dafür ist lediglich, dass wir wissen, dass wir verantwortlich sind für unser eigenes Leben und für unsere eigenen Gefühle. Das gilt im Gegenzug natürlich auch für

unsere Eltern. Die Eltern akzeptieren. Wir haben uns unsere Eltern nicht ausgesucht aber mit dem Augenblick unseres Erscheinens sind wir an sie gebunden. Sie sind und bleiben unsere einzig möglichen Eltern. Wenn wir jedoch ganz bewusst raus gehen aus dem Gefühl der Ohnmacht und Abhängigkeit, sehen wir meistens zwei ganz normale Menschen, durch die das Leben zu uns geflossen ist. Über die persönliche Ebene hinaus kann es allerdings sein, dass wir einen Auftrag aus dem Familiensystem übernommen haben. Das klingt vielleicht seltsam, zeigt sich aber in der täglichen Arbeit mit Familienaufstellungen immer wieder.

Eine Aufstellung bringt hier Klarheit und vor allem Lösung.

Wer jetzt den Verdacht hat, das könnte bei ihm oder ihr der Fall sein, ist herzlich Willkommen

für eine Beratung. 

Hilfe, wir stecken in unserer Beziehung fest!         Wenn Gewohnheiten unsere Beziehung bestimmen.

Wer kennt das nicht? Hunderte von Schmetterlingen rebellieren im Bauch, man möchte

den ganzen lieben langen Tag nur noch in der Nähe des Anderen sein, kann nichts

mehr essen, nicht schlafen. Gedanken zwitschern einem durch den Kopf und die ganze Welt um einen herum versinkt in einem rosa Dunst. Man ist hoffnungslos verliebt.

 

Doch was ist, wenn die Schmetterlinge irgendwann ausgeflogen sind und die rosa Brille beiseitegelegt wurde, weil man sie schon ziemlich lange auf hatte? Wenn nach einiger Zeit der gemeinsame Alltag eingekehrt ist und die ersten Streitigkeiten auftauchen? Meinungsverschiedenheiten gemeistert werden müssen? Wenn sie, die sprichwörtlich, offene Zahnpastatube irgendwann genauso nervt, wie ihn ihr extravaganter Schuh-Faible? Dann fragt man sich oft zu Recht, ob eigentlich überhaupt noch die Liebe regiert oder tatsächlich nur noch die Gewohnheit innehält. Diese fiese kleine Gewohnheit, die sich heimlich

eingeschlichen hat und auf einmal auch in der gemeinsamen Wohnung wohnt.

 

Sie ist so winzig und kann sich doch so breit machen. Um der Gewohnheit keinen Raum

zu geben, ist es wichtig sich der Liebe zu seinem Partner immer stets bewusst zu sein.

Es sind die kleinen unscheinbaren und zweisamen Augenblicke, die das Feuer am Leuchten erhalten und nicht der Erbsen zählende Alltag. Liebe ist niemals bedingungslos und sie bedeutet viel harte Arbeit an der Beziehung selbst, was nicht immer Spaß macht.

Sie bedeutet auch viel Geduld, eine noch größere Portion an Verständnis und vor allem bedeutet sie Jemanden trotz seiner kleinen Unebenheiten in sein Herz zu schließen.

 

Und doch kommt irgendwann der Punkt, an dem die Zweifel an einem nagen und man

sich fragt, ob die Beziehung überhaupt noch einen Sinn macht. Nicht wenige Paare leben nur noch aus Gewohnheit zusammen, weil man den Partner zum Grundpfeiler seines Lebens gemacht hat und er ein fester Bestandteil des Lebens geworden ist.

 

Weil der Teil, der auf eine Trennung folgen würde, schlichtweg unbequemer ist, als mit der gegebenen Situation weiter zu leben. Weil man sich endlich einmal auf den Lorbeeren ausruhen kann alle gesellschaftlichen Erwartungen erfüllt zu haben und sein Seelenheil und

passendes Gegenstück gefunden hat.

 

Doch was ist mit der Altersvorsorge? Den Kindern? Dem Haus?

Was als harmonisches Ganzes begann, beginnt langsam zu bröckeln, aber die Gründe für das Zusammenleben aus Gewohnheit sind oft einfach nur sehr selbst bezogen.

 

Gewohnheit kann eine ganz andere Liebe entstehen lassen und die Unterschiede

zwischen diesen Feinheiten zu sehen ist nicht ganz so einfach, wie es scheint.

Manchmal ist es jedoch hilfreich, wenn man sich ein paar der wichtigsten Punkte vor Augen ruft und sie still und leise im Innersten für sich selbst beantwortet.

In der Beratung werden genau diese Punkte bearbeitet und besprochen. Hier kann eine ganz neue Sicht auf die Dinge des Alltags entstehen.

 

Liebe ist in jedem Fall immer damit verbunden sich gegenseitig zu stützen und beim Wachsen zu helfen. Liebe und Gewohnheit müssen sich nicht unbedingt gegenseitig ausschließen,

denn beides kann auch zu etwas Neuem und gewohnten führen.

Liebe bedeutet Entwicklung und wo ständige Entwicklung am Werkt ist, dort ist auch Leben.

Die Definition von Alltag, Liebe und Gewohnheit, die liegt einzig und alleine bei den Inhalten und Standpunkten der beiden Partner selbst und ob sie bereit dazu sind für ihre Zukunft zu kämpfen.

Depression - eine harte, traurige und oft lange Prüfung in Beziehungen. Holen Sie sich unbedingt Hilfe!

Die erste Frage die sich der Partner oft stellt.“ „Liegt es vielleicht an mir?“

Es fing alles so gut zwischen uns an. Als wir vor zehn Jahren ein Paar wurden, begann

mein Leben zu leuchten. So empfand ich es jedenfalls. Nie zuvor hatte ich mich so wertgeschätzt, unterstützt und geborgen gefühlt. Wir genossen jede gemeinsame Minute, hatten viel Spaß und Sex und schmiedeten sehr bald Zukunftspläne.

Doch dieses ungetrübte Glück dauerte nur etwa drei Monate. Er meldete sich tagelang nicht, hatte sein Handy oft aus. Er war blass, erschöpft und ständig müde. Ich war sehr verunsichert: Will er mich nicht mehr? Oder ist er nur von der Arbeit so gestresst? Als Webentwickler arbeitete er oft bis in die Nacht. Seine Freunde sagten mir, das wird schon wieder, er sei auch früher oft müde gewesen, es hätte nichts mit mir zu tun. Und das sagte mir mein Mann auch.

Aber es beruhigte mich nicht. Er wurde immer teilnahmsloser, schwächer und düsterer.

Und als sich das auch nach Wochen nicht besserte, ließ er sich ärztlich untersuchen.

Mir war damals nicht klar, was die Diagnose "Depression" bedeutet. Wie langwierig und kompliziert das ist. Dass es keine schnelle Heilung gibt und wie kräftezehrend und

unerträglich eine Depression für beide Seiten ist.

Ich habe die Depression völlig unterschätzt. Ich hatte in den folgenden Jahren einen Partner, der still, dunkel und kaum belastbar war. Der ständig schlafen wollte und nur wenig

körperliche Nähe zuließ. Der nicht mit mir ins Kino ging und auch nicht in den Urlaub fuhr.

Um den ich mir sehr viele Sorgen machte. Wenn ich zu viel von ihm verlangte, zog er sich zurück. Ich musste oft weinen in dieser Zeit, war unglaublich einsam und verzweifelt, tröstete mich mit Alkohol. Viele meiner Freunde verstanden nicht, warum ich mir das antue.

Ich konnte es ihnen nicht erklären. Ich habe oft über Trennung nachgedacht. Aber schon allein die Vorstellung, sich wirklich zu trennen, fühlte sich merkwürdig theoretisch an.

Ich wollte nicht ohne ihn sein. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es wieder wird und der Mann zurückkommt in den ich mich mal verliebt hatte.

Es gab Tage, da war es wie am Anfang Und es war ja auch nicht alles hoffnungslos:

Tom hat sich von Anfang an bemüht, seiner Depression etwas entgegenzusetzen. Er war für alle Hilfsangebote offen, nahm Antidepressiva, machte eine Beratung mit, fing mit Joggen und Bouldern an, weil Bewegung die Depression lindern kann. Das waren zwar alles keine Wundermittel, aber jede kleine Verbesserung von Toms Zustand schenkte uns ein bisschen Zuversicht. Es gab Momente, auch mal ganze Tage, in denen unsere Liebe so leicht war

wie zu Beginn. In denen wir wie ganz normale Paare auf dem Sofa saßen, Pizza aßen,

Lieblingsserien guckten, zum Sport gingen, tiefe Gespräche führten, Spaß hatten.

Und irgendwann, nach langer Zeit, wurden aus diesen leichten Tagen wieder ganze Wochen, die nahezu unbeschwert waren. Heute ist Toms Depression so gut wie überwunden.

Es gibt zwar immer noch schwache Tage, dann zieht er sich zurück und versinkt in seiner Dunkelheit – aber das passiert nur selten.

Ich bin dankbar dafür, dass die schlimmsten Zeiten hinter uns liegen. Aber auch dafür,

was sie aus uns gemacht haben. Denn die Depression war nicht nur schrecklich.

Sie hat auch unseren Blick geschärft und unser Herz geöffnet. Wir haben uns beide

Unterstützung bei einer Lebensberaterin geholt und haben gelernt, darauf zu achten, was

uns guttut. Wir haben ungesunde Gewohnheiten aufgegeben und einige Freundschaften auch. Wir sind von der Stadt aufs Land gezogen, leben nun in einem Haus, zusammen mit Katzen, Hunden, Enten und Hühnern, umgeben von Natur und Ruhe, das ist herrlich. Hier haben wir uns eine kleine heile Welt erschaffen, in der wir die Verzweiflung der letzten Jahre ein wenig vergessen können.

 

Die Mitte des lebens braucht oft Veränderung - trauen Sie sich!

Hier ein paar kleine Wegweiser, die Menschen in der Lebensmitte unterstützen können, durch turbulente Zeiten zu navigieren und zu erkennen, wie es in der zweiten Lebenshälfte weitergehen könnte.

1. Ob Kündigung, Trennung oder Krankheit: Versuchen Sie nicht, alles mit sich selbst auszumachen. Holen Sie sich praktische Hilfe und seelischen Beistand – sei es durch einen Anwalt, eine Beraterin, Freunde oder Familie. Sie werden Ihre Kraftreserven noch brauchen, denn die Umbrüche in der Lebensmitte sind ein Marathon und kein Sprint.

2. Bleiben Sie ruhig, bewahren Sie einen kühlen Kopf und vermeiden Sie das Extreme – im ersten Moment mag es sich gut anfühlen, aus Stolz eine Abfindung auszuschlagen oder aus Wut etwas zu zerstören, doch oft schlägt man damit auch eine wichtige Tür zu und bereut es später.

3. Akzeptieren Sie eine Phase der Orientierungslosigkeit. Ganz gleich, ob äußere Ereignisse oder innere Unzufriedenheit zum Umbruch geführt haben – es ist völlig normal, nicht gleich

zu wissen, wie es weitergehen soll. Gönnen Sie sich diese Zeit im „Niemandsland“.

4. Probieren Sie etwas Neues aus. Besuchen Sie einen Vortrag über ein Thema, das Sie interessiert, engagieren Sie sich ehrenamtlich, wo Sie es wichtig finden, oder tun Sie etwas anderes, worauf Sie schon immer Lust hatten: Musik machen, Sport treiben oder ein anderes Café als sonst besuchen – das eröffnet neue Perspektiven, bringt Sie vielleicht mit

interessanten Leuten zusammen und ergänzt schöne Erinnerungen an alte Zeiten um

schöne Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit.

5. Verschaffen Sie sich Zeit für Denkarbeit. Surfen Sie nicht auf jeder Busfahrt mit ihrem Smartphone im Internet und lassen Sie abends mal den Fernseher ausgeschaltet, um Ihre innere Stimme besser wahrnehmen zu können.

6. Schauen Sie genau hin. Wichtig ist, sich klarzumachen, worin die Unzufriedenheit begründet ist. Wer weiß, dass er am Punkt A steht, aber nach B möchte, hat schon viel gewonnen. Das Ziel ist bekannt – es geht nun darum, den Weg zu gestalten.

7. Wagen Sie den Aufbruch. Niemand kann Ihnen abnehmen, Ihre Erkenntnisse irgendwann in die Tat umzusetzen, denn Wege entstehen nun einmal beim Gehen. Das ist nicht immer einfach und bequem, aber es lohnt sich, denn es fühlt sich besser an, sein Leben selbst zu gestalten, als ein von anderen Menschen gestaltetes Leben zu führen.

 

Nach dem Urlaub folgt oft die Trennung

Nach dem Sommerurlaub trennt sich ein Drittel aller unglücklichen Paare. Die nun gegebene Zwangsnähe in den Ferien halten viele nicht durch. Doch den Schritt zu einer Scheidung schaffen nur die Selbstbewussten.

Unter den glücklichen Sommerurlaubern fallen die wenigen Unglücklichen auf. Pärchen, die sich im Restaurant anschweigen, am Strand angiften, nur noch in ihr Smartphone schauen, den Abend gelangweilt vor dem Hotelfernseher verbringen.

Der Sommer und Weihnachten sind die Hochzeiten für Trennungen. Jetzt füllen sich die Terminkalender mit verzweifelten Paaren, die keinen blassen Schimmer haben, wie es mit ihnen weitergehen soll.

Ein Drittel aller Paare trennt sich nach dem Sommerurlaub, ein weiteres Drittel nach den Feiertagen im Dezember. Das letzte Drittel verteilt sich über das restliche Jahr.

Paare ohne gute Basis für ihre Beziehung schaffen es zwar noch durch den Alltag, aber die Zwangsnähe im Urlaub halten sie nicht mehr aus.

Eine Trennung ist immer eine Katastrophe, wäre aber in den meisten Fällen nicht nötig und könnte mit Unterstützung meistens vermieden werden.

Eine Beratung kann oft noch ein Umdenken Bewirken. Ist man doch schon so festgefahren in seiner Sichtweise, sollte man den Versuch starten einmal alles durch die „Brille“ des anderen zu sehen. Manchmal gibt es auch keine Kommunikation mehr. Hier wäre ein Besuch bei einem Berater besonders hilfreich, um zu erlernen wie man wieder aktiv miteinander kommuniziert.

Im Schnitt dauert es bis zu drei Jahren, bis ein unglücklicher Partner geht.

Zwar sank die Anzahl der Scheidungen im vergangenen Jahr hierzulande, doch es ist ein Absinken auf hohem Niveau – zumal auch weniger Ehen geschlossen werden als noch vor einigen Jahren. Jede dritte Ehe scheitert nach wie vor.

Also geben Sie sich eine Chance und starten Sie den Versuch sich Hilfe durch Beratung zu holen. Sollten Sie dann doch keinen Weg mehr zueinander finden, haben Sie alles für die Partnerschaft getan.

Es ist nie eine leichte Entscheidung für unzufriedenen Paare, getrennte Wege zu gehen.

Im Schnitt dauert es drei Jahre, bis ein unglücklicher Partner sich endlich ein Herz dazu fasst. Der konkrete Anlass mag dann zwar individuell verschieden sein, doch meist steckt hinter der Trennung nur ein einziger Grund: ein Totalverlust an Nähe.

 

Äffäre im Job - Was nun?

79 Prozent aller Unternehmen tolerieren laut Umfrage des Magazins »Junge Karriere« Büroromanzen. Nur 21 Prozent befürchten, Leistung und Betriebsklima könnten darunter leiden. Aber zwei Drittel der Firmenchefs befürworten die Versetzung eines Partners, wenn durch

eine Büroliebelei der Teamfrieden gestört wird.

Auswirkungen kann eine Jobaffäre immer haben, darum gilt etwa im prüden Amerika

»no hanky-pank with the payroll« – kein Fummeln mit untergebenen Angestellten.

Mehr als zehn Prozent aller Arbeitgeber untersagen laut »Wall Street Journal« im Anstellungsvertrag grundsätzlich eine »romance on the job«.

Auch wenn das bei uns nicht möglich ist, sollten sich verliebte Arbeitnehmer an gewisse

Regeln halten.

Das Amerikanische Sprichwort »Never fuck in the factory« hat auch hierzulande Gültigkeit.

Eine Liebesaffäre ist Privatsache – und sollte auch als solche behandelt werden.

Man solle unbedingt mögliche Folgen bedenken: »Was mache ich, wenn es bei einer Affäre bleibt und es dann stressig wird, wenn ich mich trennen will?

Kann ich dann der Kollegin aus dem Weg gehen oder muss ich mit ihr zusammenarbeiten? Wäre ich notfalls bereit, mich versetzen zu lassen oder zu kündigen? Ich muss mich also fragen: Was ist mir wichtiger – der Arbeitsplatz oder die Liebe?«

»So schön ein Techtelmechtel am Arbeitsplatz auch sein mag, oft wird es irgendwann kompliziert – etwa, wenn sich einer doch verliebt und entweder auf eine Partnerschaft hofft oder den Seitensprung beenden möchte.«

»Kränkungen und Enttäuschungen sind dann vorprogrammiert. Und das ist immer dann schwierig, wenn man sich weiterhin sieht und zusammenarbeiten muss.«

 

Die Phasen einer Beziehung -wo stehst Du gerade?

Was ist normal? Wie fühlen sich andere? Bin ich einfach nur hart, dass ich meinen Partner langweilig finde? Wieso streiten wir uns so oft? Ist das noch normal? Macht unsere Beziehung überhaupt noch Sinn? Die üblichen Phasen und Entwicklungsstufen einer Beziehung zusammengefasst:

Phase 1: Verliebtheit

Man lernt sich kennen und alles ist perfekt: Wir sehen das Beste in unserem Partner, sind hin und weg. Man gibt sich Mühe, will sich selbst von der besten Seite darstellen und dem Partner

Freude schenken. Man wächst zusammen und gibt der Liebe und Beziehung in dieser

Phase die Grundlage für ihre spätere Beständigkeit. Leider enden aber auch viele Beziehungen nach dieser Phase und es wird dem geschöpften Potenzial keine Chance gegeben. Die rosarote Brille verblasst, man ernüchtert und in vielen Fällen wird der Partner, der zuvor brillierte wie ein Diamant, dann doch glanzlos.

 

Phase 2: Ernüchterung und die Realität des Alltags

Die überschwänglichen Gefühle verpuffen und der Rausch der Verliebtheit lässt nach. Das Gegenüber scheint doch eher ein Stein und kein Diamant zu sein und das liefert im Alltag

sehr viel Zündstoff für Auseinandersetzungen und Streit. Man meckert, man fühlt sich vielleicht gar betrogen, da der Schein dem Sein nun nicht mehr gleicht. Die anfängliche Euphorie weicht und man ist zunächst desillusioniert. Das gibt wiederum viel Grund zur Trennung: Kann man den anderen, so wie er nun in Wahrheit ist, trotzdem gut in sein eigenes Leben integrieren? Kann man den anderen mit diesen Diskussionen und Auseinandersetzungen doch so abschleifen, dass er passt? Dass das "wir" passt?

 

Phase 3: Überwinden der Distanz

Wenn man nun die Entscheidung trifft, diese Strapazen in Kauf zu nehmen und mit dem anderen an diesen Problemen zu arbeiten, wird man sich zwangsläufig oft gegenseitig

frustrieren. Der Punkt der Kapitulation wird immer wieder kommen: "Der/die kann doch nicht der/die Richtige sein!" wird es oft klingen. Aber schafft man es bis dorthin, wird es die zwei Personen nur noch mehr zusammenschweißen und aneinanderbinden. Wer jetzt nicht geht, hat eine Grundlage geschaffen, die Potenzial zum Bestehen bis zum Lebensende besitzt.

 

Phase 4: Die große Zufriedenheit

Ab hier stellt sich Sicherheit ein. Man ist glücklich, man ist fest zusammen. Das

Zugehörigkeitsgefühl wird internalisiert und man genießt es sich mit und in dem anderen zu finden: Man lebt zusammen, miteinander und ist einfach zufrieden.

 

Phase 5: Das Wanken

Ab hier wird es spannend: Man ist zwar zu zweit, aber vielleicht doch allein: Man hat seinen Alltag, vielleicht auch seine Freiräume, aber über die Zeit nehmen die Gemeinsamkeiten

(vielleicht gerade durch die Freiräume ab). Der andere ist nicht mehr spannend, vielleicht gar nicht mehr attraktiv. Und auch wenn jeder seinen eigenen Bereich hat, so kann es doch sein, dass man sich gefesselt und befangen fühlt. Man fühlt vielleicht zu viel von sich selbst aufzugeben: Zu viele Erwartungen und Hoffnungen gelassen zu haben, sich selbst nicht zu

verwirklichen in diesem monotonen Gefüge, dass nun bis ans Lebensende dauern

soll? - "Hoffentlich nicht!" Werden sich einige denken und abermals zweifeln und wanken - Soll man dieses sinkende Schiff verlassen, ehe man mit ihm untergeht und ertrinkt?

 

Phase 6: Die Revolution

Was da hilft, ist eine neue Perspektive: Ein neuer Blickwinkel auf sich selbst, seinen Partner und die Beziehung. Hier sind klärende Gespräche gefragt, Hilfen zur Selbsthilfe und vielleicht gar retrospektive Gespräche. Man sollte sich daran erinnern was man gemeinsam geschafft, in wen und warum man sich verliebt hat. Oft wird man feststellen, dass die Person, in die man sich verliebt hat und die, mit der man sich nicht das Bett teilt, nicht dieselben sind. Das ist aber auch nicht schlimm! Man selbst hat sich über die Jahre ja ebenso verändert. Menschen

wachsen, restrukturieren und wandeln sich über die Jahre: Man sollte hier aber auch zwischen Art (= Wie ist jemand in bestimmten Situationen) und Charakter (= wesentliche Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale) unterscheiden. Oft ändern wir die Art Dinge zu tun, Dinge zu sehen und zu leben, aber nicht unseren Charakter.

 

Phase 7: Wolke sieben

Übersteht man auch das und findet einen Konsens, so gibt es nun kaum etwas, das einen Keil zwischen die beiden bringen könnte. Wieso? Man hat sich sehr aufeinander eingestimmt, man

hat sich in vielen Bereichen angeglichen und sich selbst nicht aufgegeben, sondern in dem anderen gefunden. Unsere Beziehung wird über die Jahre ein Spiegel zur Reflektion, ein Wegweiser zur Orientierung und deswegen ein großer Teil von uns.

Pulverfass Ferienzeit! Warum nicht alle Erwartungen erfüllt werden können.

Statt der erhofften Romantik erleben Paare und Familien in den Ferien oft Stress.

 

Von den Sommerferien erhoffen sich viele die schönste Zeit im Jahr. Häufig kommt es gerade dann zu unerwartetem Stress. Warum ist das so?

Häufig hängt dies mit unseren zu hohen Erwartungen zusammen.

Wieder anderen gelingt es nicht, Distanz zum Alltag zu erlangen. Dann zieht sich der Stress weiter, was frustrierend sein kann.

 

Wenn es nicht gelingt, in gewissen Zeiten des Jahres die Batterien wieder voll aufzuladen, fehlt diese Energie, was längerfristig zu Leistungsbeeinträchtigungen führen kann.

Ferien sind für Paare und Familien oft Gelegenheiten, um mehr Zeit füreinander zu haben.

Bei Familien nimmt man sich häufig vor, für die Kinder da zu sein und fehlende gemeinsame

Zeit übers Jahr in dieser Phase zu kompensieren.

Sich Zeit zu nehmen füreinander, spielt in den Ferien und im Alltag eine wichtige Rolle.

Wichtig sind Toleranz und Offenheit den Bedürfnissen des anderen gegenüber. Was einem selber wichtig ist, sollte nicht zum Maßstab aller Dinge erhoben, sondern im Zusammenspiel mit den Bedürfnissen und Zielen des Partners gesehen werden. Man sollte seine Bedürfnisse kommunizieren, dem anderen zuhören und auf gegenseitigem Verständnis basierende Lösungen finden.

Viele Paare können die Zeit als Ressource nutzen. Andere prallen aufeinander, da man auf engem Raum zusammen ist. Dies hat häufig mit der emotionalen Überfrachtung der Ferien zu

tun. Man erwartet, dass in dieser Zeit nun alles anders wird, man wieder romantische Gefühle empfindet, Zärtlichkeit austauscht, den tollsten Sex erlebt und für den Partner Zentrum der Aufmerksamkeit wird. 

 

Manche können nicht von einem auf den anderen Tag abschalten und enttäuschen somit diese Erwartungen. Gerade wenn man im Alltag zu wenig in die Partnerschaft investiert, ist es

schwierig, alles in dieser kurzen Zeit der Ferien wettmachen zu wollen. Die Ferien spiegeln damit häufig, wie es um die Partnerschaft steht. Es ist wie unter einem Brennglas, Schwierigkeiten treten markanter hervor.

Zu häufig auftretende Konflikte, die gekennzeichnet sind durch generalisierte Kritik, Abwertung,

Sarkasmus, Provokation und Drohungen, sind längerfristig problematisch.

Genauso ist jedoch Scheinharmonie ein großes Problem. Zwei Personen, die täglich

miteinander interagieren, erleben zwangsläufig Spannungen. Diese sollte man nicht unter den Teppich kehren, sondern ansprechen und auch gemeinsam zu bewältigen versuchen.

Die Beziehungskrise ist ein subjektives Empfinden eines oder beider Beteiligten, das der Partner oder die Partnerschaft den Erwartungen nicht mehr entspricht, als unbefriedigend

erlebt wird und mit einschneidender Enttäuschung oder Resignation einhergeht.

 

Im Schweregrad unterscheidet sich die Beziehungskrise von alltäglichen Enttäuschungen.

Häufig kommt es in dieser Phase zu akzentuierten Konflikten, Trennungsgedanken oder zur Einsicht, dass man eine Beratung in Anspruch nehmen sollte.

Das können enttäuschte Erwartungen bezüglich Rollenverteilung oder nicht erfüllte Versprechungen des Partners sein, etwa, dass er sich mehr Zeit für die Beziehung nehmen will. Es können auch größere Desillusionierungen sein, zum Beispiel wenn man sich von der Partnerschaft insgesamt mehr versprochen hat.

 

Kinder stellen in der Regel eine besondere Herausforderung dar, das ist unbestritten. Nur schon das Faktum, dass die Bedürfnisse mehrerer Familienmitglieder koordiniert werden müssen, ist viel anspruchsvoller als die Kompromissfindung bei zwei Personen.

Häufig wird die Kindererziehung in den Ferien stärker zum Spannungsfeld, da man durch die intensive Zeit, die man gemeinsam verbringt, stärker auf Erziehungsdifferenzen aufmerksam wird.

Andererseits kann auch ein kinderloses Paar, das sich im Alltag kaum mehr begegnet oder viel

Differenzen hat, die Ferien als spannungsvoll erleben.

Wichtig ist, dass man mit realistischen Erwartungen in die Ferien fährt und sich bewusst ist, dass man sich und den Beziehungsalltag in die Ferien mitnimmt. Dort wird nicht einfach alles anders, sondern es ist eine Gelegenheit, einander entspannter zu begegnen!

Diese sollte man nutzen. Es ist illusorisch, zu glauben, dass schöne Ferien den verpassten Rest des Jahres kompensieren.

Konflikte gehören dazu, das ist nicht das Problem. Auch in den Ferien ist das nicht anders.

Lassen Sie sich bitte Freiräume. Schenken Sie sich Zeit. Diese muss auch nicht immer gemeinsam verbracht werden. Ihr Mann möchte zum Mountainbiken und Sie in den Wellness Bereich. Das Kind in den Kiddy Club - wunderbar! Da haben Sie sich doch gleich am Nachmittag eine Menge zu erzählen. Freuen Sie sich über die kleinen Highlights die ihr Partner, Kind auch alleine erleben darf. Es schafft ganz viel Entspannung ein wenig loszulassen. 

 

Sollte es eintreten, dass sich ein Paar mal streitet, ist das völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass die Konflikte nicht zu häufig sind, nicht dysfunktional verlaufen, fair ausgetragen werden und das Paar konstruktive Lösungen findet. in diesem Sinne wünsche ich Ihnen "Gute Erholung und eine wunderschöne Zeit!"

 

 

Das ideale Alter zum Kinderkriegen - gibt es das überhaupt?

Wann  ist der ideale Zeitpunkt fürs erste Kind?

Gleich mal vorneweg:

DAS ideale Alter zum Kinderkriegen gibt es nicht.

Hier ist jedes Paar gefragt, den für sich richtigen Zeitpunkt zu finden. Die einen bekommen ihr erstes Kind früh - und kriegen vielleicht 15 Jahre später noch einen Nachzügler. Die anderen starten erstmal im Beruf voll durch und lassen sich Zeit für ausgedehnte Reisen und Hobbys. Und manch einer trifft den Traumprinzen erst mit 40 - und kriegt mit 42 das erste Kind.

 

Immer öfter geht's in Diskussionen zwischen Müttern und Paaren, um den einzig wahren Zeitpunkt für das Projekt Baby. Dabei wird oft vergessen: Vieles ist nicht planbar. Und das

ist auch wunderbar so!

 

Zahlen & Fakten

Der Blick auf die Statistik kann Kinderwunsch-Paare optimistisch stimmen:

Pro Monatszyklus liegt die Chance auf eine Schwangerschaft bei 25 Prozent

Im Durchschnitt dauert es 4 Monate, bis eine Frau schwanger wird.

Innerhalb des ersten Jahres werden 90 Prozent der Frauen schwanger.

Jetzt kommt das ABER: Bei Frauen mit unregelmäßigem Zyklus dauert's durchschnittlich

etwas länger bis zum positiven Schwangerschaftstest .

Und: Je älter die Frau, umso höher das Risiko, dass das Baby mit Down Syndrom

auf die Welt kommt. Bei einer 25-Jährigen liegt die Wahrscheinlichkeit bei

1:1.500, bei einer 35-Jährigen bei 1:400. Fünf Jahre später - also mit 40 - schon bei 1:109.

Und eine 45-Jährige ist mit einem Risiko von 1:32 konfrontiert.

Dabei darf aber nicht übersehen werden: Das Risiko steigt zwar - aber die allermeisten Kinder älterer Müttern kommen trotzdem kerngesund auf die Welt!

 

Das Alter beeinflusst die Fruchtbarkeit

Fragt man Mediziner nach dem richtigen Zeitpunkt zum Kinderkriegen, ist die Antwort

recht eindeutig: Je früher desto besser. Zumindest was die Fruchtbarkeit und das Risiko für genetische Defekte betrifft. Experten betiteln das dritte Lebensjahrzehnt, also die Zeit zwischen 20 und 30, als optimales Alter um Kinder zu bekommen.

Und auch mit 30+ steht die Fortpflanzungs-Ampel noch auf Grün: Anfang 30 sind die

Chancen, schwanger zu werden nicht viel geringer als mit Ende 20 - und das Risiko, dass

das Baby mit einem genetischen Defekt auf die Welt, ist noch kaum erhöht. Ab 35 lässt die Fruchtbarkeit schon deutlich nach, und die Gefahr für einen genetischen Defekt ist deutlich höher.

Ganz egal, wie jung und dynamisch sich eine Frau über 35 fühlt und wie gesund sie lebt - für die Fruchtbarkeit entscheidend sind in allererster Linie die Eizellen. Und deren Qualität und Anzahl nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Bei der Geburt verfügt ein Mädchen über etwa eine Million Eizellen - 40 Jahre später

sind davon nur noch wenige Tausend übrig, viele davon schon nicht mehr taufrisch, d.h. mit Schäden wie zum Beispiel einer Fehlverteilung der Chromosomen. Mit 35 muss man damit rechnen, dass pro Jahr etwa drei bis fünf "taube" Zyklen (d.h. Zyklen ohne Eisprung) vorkommen, mit 40 sind es dann schon etwa sieben. Mit etwa 50 erlischt die weibliche Fruchtbarkeit ganz.

So weit die Fertilitäts-Statistik, die Durchschnittswerte aufführt. Doch keine Panik:

Viele Frauen werden auch jenseits der 35 und sogar noch mit 40 problemlos schwanger.

Frauen lassen sich tendenziell immer mehr Zeit mit der Familienplanung:

Im Durchschnitt sind Frauen heute 29 Jahre alt, wenn sie mit ihrem ersten Kind schwanger sind.

 

Männliche Fruchtbarkeit - ebenfalls mit Verfallsdatum 

Männer können bis ins hohe Alter befruchtungsfähige Spermien bilden. Aber auch sie

sollten nicht bis ultimo warten um ein Kind zu zeugen. Ab 35 wird die Spermienqualität langsam schlechter. Studien haben gezeigt, dass bei Kindern von Vätern über 45 deutlich mehr Fehlbildungen, schwere Erkrankungen und psychische Krankheiten auftreten.

Es wird vermutet, dass die Ursache für die höheren Risiken in der schadhaften DNA liegt.

 

Und was ist mit dem zweiten Kind?

Vor dem ersten Kind schon an das Geschwisterchen denken? Keine Frage, das klingt

nach ein bisschen arg viel Lebensplanung auf einmal! Nichtsdestotrotz sollten Paare, die noch zögern und auf den richtigen Zeitpunkt warten, bedenken: Mit 35 werden die meisten Frauen noch problemlos schwanger. Wünschen sie sich allerdings ein zweites Kind, sind sie dann oft schon 38 oder 39 - ein Alter, in dem die Chance auf eine Schwangerschaft schon deutlich sinkt.

Aber mal ganz ehrlich. Ich bin auch eine späte Mutter und bin mir sicher, meine Tochter hat sich entschieden erst etwas später zu uns zu kommen. Ist das Kind dann da, werden junge oder ältere Eltern sich die größte Mühe geben. Es wird ab nun eine Liebe und Verbundenheit gelebt, die vorher unbekannt war. Ich wünsche ihnen gesunde Kinder, wann immer sie kommen wollen. Sie bereichern unser Leben ungemein.

Die Phasen einer Trennung

Jeder Mensch durchläuft nach einer Trennung in etwa dieselben Schritte.

Wie lang die Phasen der Trennung dauern und wie intensiv sie erlebt werden, ist allerdings individuell verschieden. Wer die Trennung herbeigesehnt hat, meistert sie wahrscheinlich leichter als derjenige, der sie vielleicht verhindern wollte. Je höher die Erwartungen an die Beziehung waren, umso tiefer ist der Fall. Darüber hinaus spielt auch das Selbstwertgefühl eine Rolle dabei, wie stark die Welle des Trennungsschmerzes ist.

 

1. Der Schock

Dass es nicht gut lief, war bekannt. Es gab Streit, es gab Meinungsverschiedenheiten, es gab

Tränen. Und sicher, hin und wieder hatten sich bereits Gedanken an eine Trennung aufgedrängt. Doch nun, wo sie da ist, erscheint sie unbegreiflich.

«Das kann doch nicht wahr sein! Wir zwei gehören doch zusammen!», sind vorherrschende Gedanken. So überlagert die Hoffnung, der Ex-Partner könne zurückkommen, den Trennungsschmerz. Er wird doch nicht alle gemeinsamen Rituale, die gemeinsamen Freunde und die gemeinsamen Träume tatsächlich aufgeben wollen? Jeder Kontakt zum Ex-Partner schürt die Hoffnung, wieder zusammen kommen zu können. Kommen Ihnen diese

Gedanken und Gefühle bekannt vor? Dann befinden Sie sich in der Schock-Phase.

In dieser Zeit erscheint Ihnen der Gedanke an Trennung einfach entsetzlich.

Noch wollen Sie die Trennung nicht akzeptieren. «Mach dir keine unnötigen Hoffnungen», raten die Freunde. Doch Sie brauchen diese Hoffnung, um den Schmerz tragen zu können.

 

Das hilft:

Öffnen Sie Ihr Herz jetzt anderen Menschen. Sprechen Sie mit Familie und Freunden. Wichtig ist zu spüren, dass es Menschen gibt, die Ihnen zuhören.

 

2. Wut und Trauer

Allmählich fällt der Groschen. Die Trennung ist wahr. Sie lässt sich nicht rückgängig machen.

Die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben ist zerschlagen. Der Trennungsschmerz beginnt. «Wenn die Liebe, die dem Partner, der Partnerin galt, plötzlich ins Leere fällt, erzeugt das einen sehr heftigen Anfangsschmerz», schreibt der Beobachter. «Nicht selten kommt Angst auf, Verlassenheitsangst, ein Erbe der frühkindlichen Angst, von der Mutter im Stich gelassen zu werden.» Manchmal scheint es, als hätte man den Boden unter den Füssen verloren. Gleichzeitig lodert die Wut über all die Verletzungen, die sich während der Partnerschaft

und Trennung aufgestaut haben. Wie gemein der Ex-Partner doch oft gewesen ist! Und wie konnte er sich nur auf diese Weise trennen! Durchmischt wird die Wut von tiefer Trauer.

 

Das hilft:

Sie haben die Trennung angenommen. Sie wissen, dass die Beziehung keine Chance mehr hat. Damit haben Sie bereits einen wichtigen Schritt hin zur Neuorientierung gemacht. Lassen Sie die starken Gefühle zu, die Sie nun beherrschen. Weinen Sie ruhig, zerschlagen Sie

Geschirr, wenn es Ihnen Luft macht. Sie haben das Gefühl, in ein Loch zu fallen, aber keiner Ihrer Freunde hat Zeit, Sie aufzufangen? Dann hilft es, die Gefühle aufzuschreiben oder aufzumalen. Mit jedem Wort wird der Druck in Ihrem Innern weniger werden. Auch Ablenkung wie Kinobesuch,  Sport treiben, einfach rausgehen kann hilfreich sein.

 

3. Verarbeitung

Tiefe Trauer und starke Wut erfassen Sie nun nur noch in Wellen. Gleichzeitig werden die Abstände zwischen den Wellen grösser und lassen Luft, die Trennung zu reflektieren. Was ist geschehen? Wie konnte es zum Ende der Beziehung kommen?

Was war gut – und was ist schiefgelaufen? Noch immer fehlt die Lust, sich neuen Ufern zuzuwenden. Aber dann und wann merken Sie doch, in kleinen Augenblicken, dass das Leben ohne den Ex-Partner auch seine guten Seiten hat. Diese Momente schenken einen Funken neuer Lebenslust, der sich allmählich zu einem kleinen Feuerchen mausert.

 

Das hilft:

«Um die vergangene Beziehung zu verarbeiten, ist Reden eines der wirksamsten Mittel. In nahezu endlosen Gesprächen werden nun die guten und schlechten Seiten der Beziehung und des Ex-Partners erörtert. Neue Menschen kennenlernen, neue Hobby beginnen, ein neuer Haarschnitt, all das bringt Schwung ins Leben.

 

4. Der Aufbruch

Es ist so weit. Sie können sich ohne Verbitterung an die Partnerschaft erinnern,denn Sie haben den Trennungsschmerz weitgehend überwunden. Und Sie sind in ein neues Leben gestartet.

 

Das hilft:

Machen Sie sich bewusst, dass Sie an Lebenserfahrung gewonnen haben, auf die Sie im

neuen Lebensabschnitt zurückgreifen können. Sie wissen nun mehr denn je, was Sie vom Leben und von einer neuen Beziehung wollen.

 

Liebeskummer - wann wird es wieder anders?

Wer schon einmal Liebeskummer hatte, weiß: Er tut unendlich weh und gibt uns das Gefühl,

nie wieder eine schöne Zeit zu erleben.

 

Hier ein paar Anregungen zum Überwinden ihres Trennungsschmerzes.

 

Freunde sind gute Zuhörer und können oft weiterhelfen. Der beste Ansprechpartner in Sachen Trennungsschmerz ist und bleibt der beste Freund bzw. die beste Freundin. Denn er /sie weiß, wie wir ticken und in welcher Phase der Trauer wir uns befinden. Sie hören zu und kennen die geeigneten Methoden, um uns von unserem Leiden abzulenken.

 

Trauern Sie um Ihren Verlust!

Sie haben keine Lust über Ihren Schmerz zu reden? Das ist Ihr gutes Recht. Denn eine Zeit der Trauer gehört nach dem Ende einer Beziehung zum Verarbeitungsprozess dazu.

Ihren Liebeskummer zu überwinden gelingt Ihnen nur, wenn Sie sich zuvor mit dem Gefühl der Enttäuschung auseinandergesetzt und diese überwunden haben.

 

Aber Vorsicht: Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht zu sehr in Ihrer Trauer verfangen. Bleiben Sie zu lange mit Ihren Sorgen allein, kann sich Ihr Zustand sogar noch verschlimmern und Symptome einer Depression könne sich zeigen.

 

Liebeskummer-Heilmittel:

Belohnen Sie sich selbst!

Eine effektive Maßnahme, den Trennungsschmerz zu überwinden, ist, sich ausgiebig zu

verwöhnen. Kreieren Sie Ihre ganz persönlichen Rituale. Dazu müssen Sie nicht Ihre Brieftasche plündern, denn es reichen auch Kleinigkeiten, um wieder auf positive Gedanken zu kommen. Pflücken oder kaufen Sie sich zum Beispiel jeden Morgen ein paar Blumen und nehmen Sie sie mit ins Büro. Gönnen Sie sich eine Massage oder ein leckeres Essen. Es ist auch total in Ordnung eine Weinflasche alleine zu öffnen, wenn sie nur ein Glas davon trinken möchten. Ideal wäre noch ein Spaziergang am Abend, dass bringt klare Gedanken und tut dem Körper gut. Was immer in dieser Situation ihr Herz begehrt, greifen Sie nach den kleinen Glücksmachern. Sie werden Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Devise lautet: Verändern statt verstecken!

 

Lernen Sie für sich, den Blick wieder in die Zukunft zu richten. Wie sieht es mit Ihrem

Sportkurs aus, den Sie vor einiger Zeit schon beginnen wollten? Oder mit dem Kurzurlaub, den Sie sich gerade jetzt redlich verdient haben. Denn vergessen Sie nicht: Neue Freiräume bringen neue Möglichkeiten und lenken effektiv vom Trennungsschmerz ab!

 

Schokolade macht glücklich, aber nur vorübergehend!

Ein kleines, aber feines Wundermittel gegen Liebeskummer ist Schokolade. Nicht verwunderlich, denn sie schmeckt nicht nur gut, sie enthält auch das „Glückshormon“ Serotonin. Es ist dafür verantwortlich, dass wir uns wieder beruhigen und die Dinge mit etwas mehr Gelassenheit nehmen.

Aber Vorsicht: Auch wenn Ihr Körper vermehrt nach Schokolade schreit, die Symptome bei Trennungsschmerz bekämpfen Sie damit nur kurzfristig.

Frustessen kann sich anschließend auch ins Gegenteil verkehren, wenn Sie es mit dem Naschen übertreiben.

 

Tanzen Sie sich Ihren Liebeskummer von der Seele

Gerade in den Momenten, wo Sie am liebsten die ganze Welt aussperren würden, sollten

Sie ausgehen. Rufen Sie Freunde und Bekannte an und verabreden Sie sich. Warum? Weil:

- Sie sich beim Tanzen einmal so richtig auspowern

- Sie in den Klängen der Musik Ihre negativen Gedanken vergessen

-  In einer netten Runde positive Gedanken die Überhand gewinnen

- Außerdem: Sie lernen mit Sicherheit einen lieben Menschen kennen!

 

Liebeskummer mit Rache bekämpfen?

Ein gerade schon natürliches Gefühl, dass sich in den Tiefen einer Liebeskummerphase ausbreitet, ist der Wunsch nach Rache. Dieser äußert sich häufig im Zusammenhang mit aufschäumender Wut über die Tatsache, verlassen worden zu sein. Es ist auch wichtig, dass Sie sich dieser Wut bewusst werden und ihr auch freien Lauf lassen.

Aber ist Rache eine geeignete Methode, um Wut loszuwerden? Hilft Sie wirklich, Liebeskummer zu überwinden? Hier ist Vorsicht geboten, denn der Übergang zwischen dem reinen Gedanken und realer krimineller Handlungen, wie Stalking oder Sachbeschädigung, ist fließend.

Tipp:

Rache sollte Fantasie bleiben! Rache müssen Sie nicht unmittelbar an dem Mann bzw. der Frau auslassen, der/ die Sie verlassen hat. Versuchen Sie stattdessen in Ihren Gedanken kein gutes Haar an ihm/ihr zu lassen und die gescheiterte Beziehung zu verteufeln.

Nehmen Sie sich dazu Zettel und Stift und schreiben Sie alles auf, was Ihren einstigen

Partner/Ihre Partnerin so unsympathisch macht. Fragen Sie sich außerdem, welche schlechten Zeiten es in Ihrer Beziehung gab? Rufen Sie sich diese Situationen vor Augen. Es wird Ihnen Genugtuung bringen und Ihren Trennungsschmerz etwas lindern!

 

Liebeskummer akut: Holen Sie sich Unterstützung

Bei Liebeskummer kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu holen. Vielen Männern und Frauen genügt es zwar schon, mit Freunden oder der Familie zu reden, doch unabhängige Berater eröffnen sehr oft einen neutralen Blick auf die Situation und zeigen Wege aus der Krise. Sollte Ihr Liebeskummer zu einem Dauerzustand werden, können Depressionen auftreten. Erste Anzeichen für eine Depression zeigen sich sowohl auf physischer als auch psychischer Ebene.

Negative Gefühle:

• Traurigkeit, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle; persönliches Versagen; Resignation, Konzentrationsstörungen; Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, Angstzustände, Lustlosigkeit,

Physische Symptome:

• Erschöpfung, aber auch innere Unruhe oder das Gefühl der Rastlosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-darm-Probleme, Enge-Gefühl im Brustraum

Soziale Effekte:

•Fehlendes Interesse an der Außenwelt, Rückzug in die eigenen 4 Wände, Abbruch von Freundschaften und Kontakten

Warten Sie nicht, bis sich Ihr Liebeskummer in eine ausgewachsene Depression verwandelt hat. Suchen Sie sich Rat, wenn Sie das Gefühl haben, dass es nicht besser wird. Schämen Sie sich nicht dafür. Gerne helfen ihnen hier psychologische Berater, Lebens- und Sozialberater weiter. Das Leben hat soviel zu bieten. Bis es wieder bunter wird dauert es noch, aber es kommt – ganz bestimmt!

Depressionen nach der Trennung- was nun?

Dass eine Depression nach der Trennung kommt, ist gar nicht so unwahrscheinlich.

Schließlich ist nun ein Lebensabschnitt zu Ende. Wir müssen nun Wünsche, Hoffnungen und Träume begraben. Nicht selten kommt das Gefühl hoch, vor dem Nichts zu stehen. Vor den Trümmern unserer Existenz. Natürlich tut das weh!

 

Und dann kommt dieses große schwarze Loch, in das wir fallen. Wir leiden. Wir sind verzweifelt. Grübeln ständig. Können uns auf nichts mehr konzentrieren. Fühlen uns überfordert. Und so weiter. Wir haben keine Hoffnung und keine Zuversicht mehr. Das macht es umso schwerer, aufzustehen. Und wieder nach vorne zu schauen. Die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist.

 

Doch ist genau das der erste wichtige Schritt. Zu erkennen und anzunehmen: Ja, ich habe eine Depression. Ja, mir geht es gerade nicht gut und meine Gefühle, die nun hochkommen, auch zuzulassen. Denn nur so wird man mit der Depression besser zurechtkommen.

Sie überwinden – und nicht ewig diesen Rucksack mitschleppen.

 

Dieser Prozess der Überwindung findet auf insgesamt drei Ebenen statt.

Wichtig ist, dies wirklich in diesen drei Bereichen zu tun: Alles spielt mit allem zusammen. Nur, wer auf diese Weise,  ganzheitlich an die Sache heran geht, wird weiterkommen.

Die Depression nach Trennung durchstehen und überwinden können.

 

Wie kannst du die Depression nach einer Trennung besser überwinden?

Eine Depression braucht Zeit. Und die solltest Du Dir auch nehmen! Setze Dich daher nicht unter Druck. Gehe lieber in kleinen Schritten stetig voran. Sofern Du eine Berater/In hast, stimme Dich gut mit ihr/ ihm ab. Psychologische Berater/In können Dich ich in dieser Lebensphase sehr gut unterstützen. Sich Hilfe zu holen ist eine gute Sache schnellstmöglich zurück zu finden.

3 Ebenen, auf denen du die Depression nach einer Trennung überwinden kannst!

Die Depression auf körperlicher Ebene.

Powere dich regelmäßig vollkommen aus. Stichwort Sport treiben. Raus gehen. Dich also richtig schön körperlich verausgaben. Je besser und je häufiger Dir das gelingt, umso besser! Denn Sport bringt Dich zum einen auf andere Gedanken. Weg von diesen ewigen und immergleichen Grübeleien. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet. Wie Serotonin und Dopamin und die machen der Depression schnell(er) den Garaus.

 

Ernähre Dich gesund und ausgewogen. Viele unterschätzen, welch großen Einfluss eine gesunde und ausgewogene Ernährung auf unseren Körper hat. Zu viel Zucker, zu viel Fast Food und Co sind Gift für ihn! Und führen vielleicht kurzzeitig zu einem kleinen Hoch. Doch dann fühlen wir uns umso matter, erschöpfter.

Versuche daher, Dich gesünder und ausgewogener zu ernähren. Obst und Gemüse,

Fisch, hochwertige Öle, Vollkornprodukte und Nüsse sowie Hülsenfrüchte und

Milchprodukte sind hierbei gute Stichworte.

 

Versuche, Stress so gut es geht zu vermeiden. Und mehr zu entspannen.

Was dabei hilft? Früh(er) ins Bett zu gehen. Ausreichend zu schlafen. Stress in

anderen Lebensbereichen zu identifizieren und zu vermeiden, so gut es geht

(bestimmte Personen, bestimmte Aufgaben in der Arbeit….). Auch das trägt dazu bei,

runter zu kommen. Tief durchzuatmen. Entspannen zu können.

 

Die Depression auf geistiger Ebene überwinden.

Denke bewusst in eine positive Richtung. Affirmationen, also positive Glaubenssätze können hierbei sehr viel weiterhelfen. Denn wer depressiv ist, leidet oft unter geringem Selbstwertgefühl. Unter wenig Selbstvertrauen. Er denkt unbewusst „Ich bin nichts wert. Ich kann nichts. Ich bin dem Leben nicht gewachsen.“ Hast auch Du solche Sätze? Spüre sie auf! Und verändere sie ins Positive. Sage Dir diese positiven Sätze jeden Tag mehrmals vor.

Gerne vor dem Spiegel. Du wirst sehen, es hilft! Auch, wenn Du sie zu Beginn vielleicht nicht

unbedingt glauben kannst. Aber mit der Zeit wirst Du sie verinnerlichen und mehr und mehr an Stärke gewinnen. 

 

Analysiere die Trennung. Eine Trennung kommt niemals einfach so. Es gibt

immer gewisse Gründe dafür! Was waren diese bei Dir? Warum musste die Beziehung

scheitern? Übernimm die Verantwortung für Deine Fehler. Doch erkenne auch, dass Dein oder Deine Ex ebenfalls Fehler gemacht hat. Du warst also nicht allein schuld! Fasse Ziele ins Auge. Ziele helfen ebenfalls dabei, sich wieder besser zu fühlen. Zuversichtlicher nach vorne zu schauen. Was sind Deine persönlichen Ziele? Was willst Du erreichen? Und wie kannst Du das tun? Schreibe all das auf, und mache Dich so schnell es geht an die Umsetzung.

 

Depression auf emotionaler Ebene überwinden. Schreibe einen Brief an den oder die Ex (nicht abschicken). Setze Dich dafür hin. Bringe Dich in die richtige Stimmung, falls notwendig. Schreibe alles auf, was Du jetzt fühlst.  Doch schicke diesen Brief nicht ab. Er dient mehr dazu, mit allem abschließen zu können!

Lass alles raus. All Deine Gefühle. Das ist sehr, sehr wichtig. Denn gerade jetzt, nach der Trennung, neigt man oft dazu, alles herunter zu schlucken. Zu verdrängen. Doch würde das die Depression nur noch verschlimmern!

Daher: Nimm die Trauer, die Wut, die Sehnsucht, die Verzweiflung und alle weiteren Gefühle, die nun aufsteigen, bewusst wahr. Lasse sie raus. Auf welche Weise auch immer. Ja, das ist vielleicht hart. Doch hinterher wirst Du Dich besser fühlen!

 

Was Du noch tun kannst:

Eventuell einen Ortswechsel anvisieren (Reise, Umzug). Raus zu kommen,

das kann gerade jetzt sehr, sehr helfen. Denn allein schon das Verlassen der gewohnten Umgebung bringt einen auf andere Gedanken. Es hilft einem dabei, mehr und andere Dinge zu erkennen. Und wieder zu sich selbst zu finden. Packe daher ruhig Deine Koffer! Und fahre ans Meer, in die Berge, zur Familie…. allein oder mit Begleitung, wie immer Du magst. Hauptsache, Du freust Dich drauf!

WICHTIG: Unbedingt den Kontakt zum/zur Ex komplett einstellen. Das ist ein weiterer Tipp der generellen Sorte. Setze diesen so schnell wie möglich um!

Kleinigkeiten bereichern unseren Tag. Tu Dir immer mal wieder was Gutes!

Kümmere Dich um Dich selbst. Sprich´ Dich aus. Es entlastet ungemein. Du

wirst Dich hinterher viel besser fühlen. Koch´ Dir ein leckeres Essen, genieße ein schönes Schaumbad, ein gutes Glas Wein, einen Spaziergang nur für Dich.....

Kümmere Dich gut um Dich selbst. Sprich´ Dich aus. Es entlastet sehr und Du wirst Dich hinterher viel besser fühlen. Versuche die schönen Kleinigkeiten wieder wahrzunehmen.  Du musst nur damit beginnen. Vielleicht möchtest Du ja heute damit starten, wenn die Traurigkeit wieder in Dir aufsteigt. 

 

 

Seitensprung! Verzeihen oder Trennung?

Jeder Vertrauensbruch stellt eine Beziehung auf eine harte Probe.

Der Seitensprung ist für den betrogenen Partner eine besonders umfassende Form des Vertrauensbruchs.

Wer fremdgeht, gewährt ohne Zustimmung seines Partners einer anderen Person Zutritt zu einem Privatbereich, der ihm nicht allein gehört.

Dort teilt er mit dem Eindringling, was er nur mit seinem Partner zu teilen versprochen hat.

Wie auch immer der Seitensprung zustande gekommen ist und wie er gemeint war, ob einmaliger "Ausrutscher" oder längere Affäre:

Von der anderen Seite aus betrachtet ist er vergleichbar mit Hochverrat, mit der Weitergabe von Staatsgeheimnissen oder dem Besudeln eines Tempels.

Niemand, der seinen Partner liebt, kann ihm einfach das Fremdgehen verzeihen und weitermachen wie bisher.

Andererseits gibt es kaum Alternativen nach dem Seitensprung:

Verzeihen ist auf lange Sicht die einzige Alternative zur Trennung.

Denn ohne Verzeihung und Versöhnung kann das erschütterte Vertrauen sich nicht erholen, und ohne Vertrauen ist eine respekt- und liebevolle Beziehung nicht möglich.

Wenn nach dem Seitensprung Verzeihen unmöglich scheint und trotzdem beide Partner die

Beziehung nicht aufgeben möchten, kann eine Beratung helfen, die verhärteten

Fronten aufzulösen und Wege zur sinnvollen Auseinandersetzung mit der Krise zu finden.

Pubertät- warum Grenzen so wichtig sind!

Ab der Pubertät brauchen Kinder statt Erziehung ein Sicherheitsnetz durch die Eltern.

In der Pubertät sind Kinder oft schwer zu ertragen und wir erwischen uns ganz oft beim

"stark Durchatmen".

Was tun, wenn jedes Gespräch mit knallenden Türen, Vorwürfen und totaler

Verweigerung endet?

Je älter die Kinder werden, umso weniger Rituale gestalten in der Regel den Familienalltag. Doch auch für pubertierende Kinder sind Rituale ganz wichtig, denn sie bieten Verlässlichkeit,

Vertrautheit und Orientierung.

Grenzen wiederum zeigen Heranwachsenden, wo sie hin- und wo sie nicht mehr hingehören, sie dokumentieren das Koordinatensystem der Gegenwart und weisen zukünftige Perspektiven auf: Hier bin ich, und da will ich hin. So geht die Einsicht in die Notwendigkeit von Grenzen einher mit dem Wunsch, sie auszuweiten und zu überschreiten.

Über kaum ein Thema ist in der Erziehungsliteratur mehr geschrieben worden, als über das Thema "Grenzen setzen".

Und trotzdem schwanken viele Eltern spätestens während der Pubertät Ihres Kindes, ob,

wann und wie sie Grenzen setzen sollen.

Grenzen werden von Teenagern unterschiedlich gedeutet!

Pubertierende besetzen die Begriffe Grenzen und Regeln nur dann negativ, wenn sie mit Einengung, Bevormundung sowie Macht und Willkür einhergehen.

Stehen diese Begriffe dagegen für Orientierung, Halt und Auseinandersetzung, werden sie von Heranwachsenden positiv bewertet.

Jugendliche wollen wissen, woran sie sind, was sie können, wie sie sich sozial

angemessen zu verhalten haben – und das erfahren sie, wenn sie sich an Grenzen

reiben können.

Grenzen sind aus der Sicht von Heranwachsenden umso akzeptabler, je weniger sie unverrückbar sture Markierungen sind, sondern wenn sie in Abhängigkeit von Entwicklungsphasen verändert werden. Sich selbst emotional abgrenzen können.

Daher ist es auch wichtig, eine klare Grenze zwischen sich selbst und dem Kind ziehen und unterschiedliche Gefühlszustände nebeneinander stehen lassen zu können.

Dem Kind zuzugestehen, eigenständige und andere Vorstellungen zu entwickeln -

zum Beispiel: " Mein Kind hat ganz andere Vorstellungen vom Leben als ich.

Das ist zwar gewöhnungsbedürftig, und ich hätte es mir anders gewünscht, bin aber bereit,

mich damit auseinanderzusetzen und zurechtzukommen -  ist wichtig.

Eng gesteckte Grenzen entmutigen, sie lassen keinen Raum für Eigenverantwortung.

Zu weit gezogene Grenzen führen dagegen zu Orientierungslosigkeit. Lernen Sie

daher auch, sich emotional abzugrenzen.

Leider überwiegt die negative Besetzung von Grenzen in der Pubertät.

Bei vielen Eltern werden die Begriffe Grenze und Regel mit Strafe, Ermahnung, Verbot und Versagung gleichgesetzt. Dahinter steckt häufig eine unzureichende Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte.

Da manche Eltern in ihrer Kindheit Grenzen als schwerwiegende Beschneidung der

eigenen Persönlichkeit und bei Grenzverletzungen oft schmerzhafte Züchtigungen

erlebt haben, verzichten viele nun darauf, klare Grenzen zu setzen.

Sie empfinden partnerschaftliche Erziehung und das Setzen von Grenzen als Widerspruch – eine Haltung mit paradoxen Folgen: Während Eltern auf Grenzen und Regeln verzichten, suchen Heranwachsende sehr intensiv nach festen Orientierungspunkten.

Werden Sie nicht ironisch, höhnisch, beleidigend oder auf andere Weise provokativ.

Das sind verletzende Verhaltensweisen, die man sich sparen kann. Sie sind Ausdruck der eigenen Aggression oder Hilflosigkeit und machen das Gegenüber nur aggressiver.

Zeigen Sie Präsenz, auch körperlich. Bleiben Sie im Raum, seien Sie souverän und konzentriert. Ihr Teenager befindet sich in einem Ausnahmezustand und braucht Halt.

Meistens reagieren Jugendliche auf deutliche Ansagen. Und je intensiver sich Pubertierende Halt wünschen, umso häufiger verstecken sich viele Erziehende hinter Worten und langatmigen Erklärungen.

Ein endloser Wortschwall endet dann, wenn man nicht auf Zustimmung trifft, in impulsiver Schreierei, beleidigtem Schweigen oder einem verbalen bzw. körperlichen Bestrafungsfeldzug.

Die berühmt-berüchtigte lange Leine schlägt um in Rücksichtslosigkeit und Liebesentzug.

Nutzen sie den Wohlfühlfaktor, auch beim Lernen und Arbeiten machen dann Spaß, wenn es in einer angenehmen Atmosphäre geschieht. Fühlt sich Ihr Kind in seiner Lernumgebung wohl, verknüpft sein Gehirn Lernen auch eher mit positiven Empfindungen und lernt leichter.

Eine gedankliche Trennung zwischen Lernen ist gleich doof und Freizeit ist gleich cool schadet nicht nur der grundsätzlichen Einstellung zum Arbeiten, sondern ganz einfach auch dem Gelingen des Lernprozesses.

Deshalb fragen Sie am besten Ihr Kind, wie es sich sein Zimmer und seinen Arbeitsbereich einrichten möchte, damit es sich gerne dort aufhält. Wer sich zudem selbst sein kleines Reich schaffen darf, wird es kaum gleich wieder verwüsten.

Reflektieren und akzeptieren Sie Ihre eigenen „jugendlichen“ Gefühle Bedenken Sie: Wer mit Heranwachsenden zu tun hat – egal ob beruflich oder in der Familie –, der hat es ständig mit zwei Kindern zu tun:

dem Kind vor mir und dem Kind in mir. Und wenn das Kind in mir unreflektiert weiterwirkt, ich die Schmerzen, die Trauer und die Ängste, die mir als Kind zugefügt wurden, an dem Kind vor mir wiedergutmachen will, gebe ich – bewusst oder unbewusst – meine Ängste und Unsicherheiten weiter.

Reden Sie mit anderen erfahrenen Eltern, vielleicht auch mit Ihren eigenen und tauschen Sie

sich über Ihre Erlebnisse aus. Sie werden erfahren, dass andere Mütter und Väter Ähnliches durchmachen wie Sie. Das kann trösten und entlasten. Und vielleicht können Sie auch gemeinsam darüber lachen?

 

Wie sieht es mit deiner Selbstliebe aus?...Schwierig?

Wir kennen es alle den Satz: "Bevor Du jemand anderen lieben kannst, musst du erst mal dich

selbst lieben". Feine Idee.

Würden vermutlich 99 von 100 Personen so unterschreiben.

Die Sache ist nur die: Was in der Theorie total einfach klingt, fällt vielen von uns in Alltag verdammt schwer: Selbstliebe.

Oft sind wir stattdessen selbst unsere schärfsten Kritiker. Nörgeln, stochern, unken. Entschuldigen uns ständig für all das, was wir vermeintlich nicht gut genug hinbekommen.

Nur selten hört man jemanden sagen: "

Also, ich finde mich eigentlich ziemlich in Ordnung sowie ich bin."

Warum ist das so?

Warum fällt es uns so schwer, uns selbst zu lieben? Unsere eigenen Vorstellungen haben einen großen Anteil daran.

Warum?

Wir haben Vorstellungen, wie die Dinge zu sein haben, wie sie sein sollten.

Die Probleme beginnen dann,wenn wir unser reales Leben an diesen Vorstellungen messen und versuchen, es anzupassen.

Was passiert, wenn wir das Bild, dass wir seit unserer Kindheit mittragen

„die perfekte Familie“ unbedingt umsetzten wollen?

Mit unserer realen Familie versuchen wir nun, unbewusst dieses Ideal zu erreichen.

Die Folge nicht selten: Frust und Enttäuschung. Es liegt etwas Tragisches darin, dass man selten

erkennt, wie unsere wirkliche Familie ist.

Ähnlich ist es auch in vielen Beziehungen.

Entwickelt sich der Partner nicht zu dem 'Bild',das der andere von seinem Ideal hat,

entfernt er sich von ihm."

Es gilt unsere Trugbilder zu entlarven! Was hat das alles mit Selbstliebe zu tun hat?

Es geht darum, schauen sie gezielt genauer hin.

Das erreichen wir, indem wir innehalten und uns ehrliche Fragen stellen.

"Was verbindet mich wirklich mit meiner Familie?"

Im Fall von Beziehungsfrust könnte man sich fragen: "Ist mir eine bestimmte Eigenschaft wirklich so wichtig oder glaube ich nur, dass andere Menschen mich danach beurteilen?"

Nicht das Äußere und irgendwelche Vorstellungen eines idealen Lebens sollten die Orientierungslinie sein, an der sie sich messen.

Stattdessen sollten wir ganz ehrlich in uns hinein hören. Wir erkennen unserer Bilder, unsere selbst attestierte Minderwertigkeit und unsere Bindungsängste.

Wenn wir das alles sehen und fühlen können, dann sind wir frei zu entscheiden,

wie wir mit der Situation umgehen. Dann haben wir auf einmal ganz viele Möglichkeiten.

Auch die, uns so zu lieben, wie wir sind!

 

Patchwork - Eine riesen Herausforderung mit tollen Chancen!

Patchwork-Familie: Eine riesige Herausforderung mit tollen Chancen

 

Viele Liebesbeziehungen beginnen heutzutage mit einer Patchwork-Konstellation, das heißt: Einer oder beide Partner haben bereits Kinder, die oft nicht gleich begeistert sind von der neuen Liebe.

- Die häufigsten Konflikte in Patchwork Familien:

Der häufigste Konfliktpunkt ergibt sich aus der Tatsache, dass plötzlich ein Fremdkörper in der Familie ist, der mitreden und mitbestimmen will. Mit ihm wollen die Kinder nichts unternehmen,

sie wollen nicht Familie spielen und in Urlaub fahren und versuchen häufig sogar, ihn

zu vergraulen.

- Die "böse Stiefmutter":

„Stiefmütter“ haben es tatsächlich besonders

schwer, weil sie die Erwartung erfüllen müssen, mütterlich zu sein – ohne mit der tatsächlichen Mutter zu konkurrieren. Aber viel häufiger sind Stiefväter, die nach einer gewissen Zeit in die Familie einziehen. Eine solche Neustrukturierung ist nie leicht und wird oft mit der Zusammenlegung zweier Unternehmen verglichen. Das ist so schwierig, dass in 50 Prozent aller Patchwork Familien am Anfang ein Ausnahmezustand herrscht, bei dem die Kinder dem neuen Partner signalisieren: Du störst!

- Worunter Kinder besonders leiden

Sie leiden unter Eifersuchtsgefühlen und haben Angst, dass ihnen etwas Zuwendung der Mutter verloren geht und dass sich die Familienkonstellation ändert, ohne dass sie ein Mitspracherecht haben. Mitunter leiden sie auch unter dem neuen Partner, der sich nicht immer geschickt verhält. Ihm signalisieren sie:

Du bist nicht mein Vater! Denn meist hätten sie gern den Vater zurück.

- Die neue Patchwork-Situation belastet die Partnerschaft

Es kann eine große Belastung sein, wenn die Mutter das Gefühl hat, im Streit zwischen Kindern und Partner aufgerieben zu werden. Deshalb ist es problematisch, wenn sich der neue Partner ständig über die unerzogenen Kinder beschwert und von der Mutter erwartet, dass sie die

"Monster" bändigt.

- Wie lange dauert es, bis eine Patchwork-Familie funktionieren kann?

Entweder es geht – vor allem bei sehr jungen Kindern – von Anfang an gut oder es dauert etwa vier Jahre, bis sich alles normalisiert hat.

- Wie kann das Model Patchwork gelingen?

Man muss mit Schwierigkeiten rechnen und die Kinder verstehen, die von dieser neuen Konstellation überzeugt werden müssen und zunächst sehr skeptisch sind. Deshalb braucht man viel Geduld, innere Stabilität, soziale Kompetenz und vor allem Humor, um diese Zeiten zu

überstehen. Erfreulich ist, dass etwa 70 Prozent der Stiefeltern und Stiefkinder

die neue Situation letztlich als Bereicherung empfinden.

 

...und wieder Single?

 

Jetzt, wo der Frühling erwacht und wir uns wieder mehr im Freien aufhalten, sind wir

plötzlich, gefühlt, nur noch von glücklichen, küssenden Paaren umzingelt. Wir bekommen die

üblichen Einladungen zu Feiern im Mai, Juni, Juli und fühlen uns elend und alleine.

Wir wollen sie auch, diese geballte Energie der Liebe, dieses Glück. Die Schmetterlinge im Bauch, nicht auf der Blumenwiese.

Aber schon bei dem bloßen Gedanken, wieder auf Partnersuche gehen zu müssen, verspannt sich unser ganzer Körper?

Mit diesem Problem stehen Sie nicht alleine da. Die wenigsten Singles, die ich kenne, sind das aus Überzeugung. Sie sind alleine, weil sich einfach kein passender Partner finden lässt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob sie weiblich, männlich oder sonst ein Geschlecht sind.

Egal ob hetero, homo oder sonst wie.

Wenn eine Beziehung zu Ende gegangen ist, bricht meist unsere Welt zusammen und

Abgründe öffnen sich. Das Leben ist nicht wie im TV!

Wenn wir, wie oben erwähnt, nicht aus tiefster Überzeugung Single sind, begeben wir uns also früher oder später auf Partnersuche. Vieles ist zu zweit ja auch schöner und leichter.

Ganz „wunderbar“ führt uns das Rosamunde Pilcher vor Augen. Am Ende ist immer alles gut, alle sind happy.

Aber vielleicht sind es genau solche Filme, die uns nicht guttun.

Es ist alles so realitätsfern. Schon alleine das Licht und die Kulisse. Das bekommen Sie in echt doch gar nicht hin! Da werden Sehnsüchte und Erwartungen geweckt, die im wirklichen Leben kaum erfüllbar sind. Deshalb heißt es wahrscheinlich auch TRAUM-Mann/TRAUM-Frau.

Das, was wir uns zusammenträumen,existiert im wahren Leben einfach nicht.

Tja, und jetzt? Doch alleine bleiben?

Ach nein! Es gibt Dinge, die machen zu zweit einfach mehr Spaß! Sie wissen schon…Also hopphopp, keine Zeit verlieren. Wozu gibt es schließlich Portale für die Partnersuche?

Hier können wir uns unverbindlich erst einmal umsehen. Die Spreu vom Weizen trennen.

Den neuen Kandidaten, Internet sei Dank, erst einmal auf allen Kanälen auf

Herz und Nieren prüfen.

Warum checken wir jemanden, bevor wir ihn kennen?

Warum agieren wir so? Zum einen, weil wir uns schützen wollen. Zum anderen, weil wir keine kostbare Zeit verschwenden möchten.

Diese Vorgehensweise kann aber dazu führen, dass wir sehr oberflächlich werden.

Wenn ich teilweise miterlebe, wie Leute in meinem Umfeld potenzielle Partner aussortieren,

als wären sie Mangelware, wird mir ganz schwindelig. Beim einen sind die Ohren zu groß,

beim nächsten sind die Hände nicht schön und schwups, wird er weggewischt.

Meine Damen und Herren, da hätte vielleicht bei näherer Betrachtung, Ihr Mann / Frau fürs Leben dabei sein können!

Aber mit dem Alter wird das auch nicht besser. Wir sind vielleicht nicht so oberflächlich,

dafür werden wir kritischer, sehr viel kritischer bis paranoid!

Je mehr negative Erfahrungen wir in unseren vergangenen Beziehungen gemacht haben, desto akribischer suchen wir nach Fehlern. Das neue Modell soll ja schließlich eine Verbesserung zum Vorgänger/in werden.

Auf keinen Fall wollen wir das Erlebte noch einmal durchmachen. Deshalb hören und sehen wir auch ganz genau hin, wenn unser potenzieller Kandidat/in etwas erzählt oder macht.

Und wehe, es sind Parallelen zum Vorgänger/in erkennbar! Dann wird der Pauschaleimer der Vorurteile darüber entleert. Er oder Sie werden entsorgt, bevor sie die Chance hatten, uns all ihre Facetten zu zeigen. Obwohl sich unserer Kandidat sich nichts zu Schulden kommen hat lassen. Jedenfalls nicht bei uns!

Unsere negativen Erfahrungen bringen uns dazu,vorschnell zu urteilen. Und dann beschweren wir uns bei unseren Freunden, dass es auf dem Markt nichts Brauchbares mehr gibt.

Wenn wir nicht achtsam sind,werden wir dadurch verbittert und verkrampft.

Dies gilt für Frauen und Männer. Einfach mal entspannter suchen!

Wie wäre es mal mit flirten. Es macht Spaß. Doch dazu kommt es heute fast gar nicht mehr.

Wir halten, während wir uns fortbewegen, nicht mehr nach einem Partner Ausschau.

Kann ja auch gar nicht funktionieren, da wir viel zu beschäftigt sind. Die Menschen könnten ihren Traumpartner, wenn es ihn gäbe, gar nicht bemerken, da ihre Blicke permanent

aufs Smartphone gerichtet sind. Ist eigentlich schade, denn manchmal, wenn man gar nicht damit rechnet, trifft man auf jemanden, der einen einfach so gefangen nimmt.

Also Leute, wortwörtlich „Augen auf“ und schaut dem gegenüber mal wieder in die Augen! Was soll schon passieren?

Vielleicht gibt’s auch das eine oder andere nette Lächeln.

 

 

Wir sind eine kinderliebe Familie?

Wir sind eine kinderliebe Familie, mit einer geringfügigen Einschränkung:

Kleine Kinder machen einem das Liebhaben manchmal ganz schön schwer.

Ob in Flugzeugen, im Zug, angrenzenden Hotelzimmern, romantischen Lokalen oder auf der Skipiste – überall schreien Zwerge, die für einen Moment süß, aber auf Dauer ziemlich nervig sind. Was auch an Eltern liegen mag, die beweisen wollen, dass eine Rundumbespaßung für Zweijährige kein Problem ist; hat ja Ohrenschützer auf.

Womit die Frage ungeklärt bliebe, ob anstrengende Kinder von der Natur so gemacht wurden oder von den Eltern – oder an einer unseligen Kombination aus beidem leiden.

Wenn nun Ferienquartiere eine zwergfreie Zone anbieten, dann spricht daraus nicht Kinderfeindlichkeit, sondern Lebenserfahrung.

Der Nachwuchs hat natürlich ein Recht auf Respekt, Kinderlose aber keine unentwegte Pflicht

zum „Dutzidutzi“.

Ob Lehrer, Kinderärzte oder Nachhilfekräfte, wer im alltäglichen Gebrüll steht, dem sei ein kinderfreier Urlaub gegönnt. Hier jetzt bitte den #shitstorm beginnen.

Erfahrene Eltern kennen die emotionale Abwärtsschraube: Auf die ersten Monaten der vor allem hormonell bedingten Blindliebe („Wenn sie mich aus ihren großen Augen anstrahlt, sind all die schlaflosen Nächte und das Hysterie-Gebrüll sofort vergessen“) folgen Depressionsphase („Ach Du Schreck, bleibt das jetzt etwa 17 Jahre so?“), verzweifelte Machtdemonstrationen („Solange Du die Füße…“) und schließlich die Verzweiflung („Ich geb´s auf.“). Leider folgen diese Phasen nicht ordentlich aufeinander, sondern wechseln, mitunter stündlich. Man nennt

es Erziehung, vor allem der eigenen Gelassenheit. Das Hoffen auf Reifeschübe durch Einschulung oder Volljährigkeit erweist sich als naiv.

Wer den Kinderwahn einmal durch hat, weiß was Demut ist, Dankbarkeit und Ruhe.

Elternsein bereuen – wie kann man darauf nur kommen?

Ausgerechnet im Urlaub prallen idealistische Novizen und erfahrene Langzeiterziehende ungewollt aufeinander, zum Beispiel auf dem Flughafen. Neueltern haben keinerlei Verständnis, wenn der schlechtlaunige pubertierende Teenager vorm Abflug unterm pädagogisch fragwürdigen Kopfhörer geparkt wird, während Routiniers belustigt verfolgen, wie zwei Erwachsene unter Abschalten aller Hirnfunktionen um einen drei Monate alten Schreihals herumtanzen.

Lustig, wie Vati in drei Taschen, dem Karbonkinderwagen und den beiden bunten Plastiktüten nach Schnuller, Zwieback oder Globuli buddelt, während er rasch ein Foto auf Facebook postet, das beweisen soll, wie super der erste Urlaub mit dem Kleinen läuft. Daneben Mami mit dem stählernen Lächeln der Perfektionswahnsinnigen.

Nächste Station: Ein weiterer Erziehungsratgeber. Dann Vater-Kind-Yoga. Und schließlich Paartherapie. Das kluge Kind indes weiß: Je länger ich brülle, desto mehr Entertainment

veranstalten Mama und Papa. Beim nächsten Urlaub haben dann alle Kopfhörer.

Gerade in der Öffentlichkeit, also in den Ferien, ist Eltern sein noch mehr Stress als sonst. Immer gucken andere Väter und Mütter, nachts hören sie unfreiwillig, bisweilen riechen sie mit und immer wird bewertet. Warum sollten andere Eltern auch weniger schonungslos in ihrem Urteil

sein als man selbst. Und vor allem: warum weniger lügen? Macht wirklich Spaß, Jungeltern beiläufig mitzuteilen: Unsere haben ja sofort durchgeschlafen. Tolle Reisekinder. Stabiler Magen. Nie Hitzepickel. Totale Harmonie zwischen Mami und Papi nonstop. Schlafmangel? Was ist das?

Sollen wir etwa zugeben, dass wir sogar Gläschen mit ihrem Lieblingsessen luftpolsterfoliengedämpft im Gepäck hatten, weil wir der ausländischen Ware nicht recht trauten. Verrückt? Und wie. Haben wir unser Elternsein jemals bereut? Natürlich; was hätten wir alles Tolles mit der vielen Zeit und dem vielen Geld anstellen können. Wären wir deswegen glücklicher?

Nicht eine Sekunde. Man darf das Kinderkriegen jeden Tag bereuen. Man muss nur

einmal öfter denken: Wie schrecklich langweilig wäre das Leben erst ohne unserem

Sonnenschein!

 

 

Mehr gemeinsame Zeit - wenn ein Partner einsam ist...

Die erste Verliebtheitsphase zu verlassen, ist nicht immer einfach!

Jedes Paar muss seinen eigenen Weg finden, der Beziehung langfristig

einen guten Platz im komplexen Lebensalltag einzuräumen. Dass jeder von beiden

– in einem vielschichtigen Gefüge aus Familie, Beruf, Interessen, Freundschaften und Verpflichtungen verhaftet ist, wird allen Verliebten früher oder später (wieder) bewusst.

Die große Herausforderung: Auf Dauer müssen sich beide Partner mit dem Ausmaß an Zweisamkeit und Eigenständigkeit wohlfühlen, wenn die Liebe von Bestand sein soll. Einen guten gemeinsamen Weg finden, Unstimmigkeiten möglichst zeitnah ansprechen, Rücksicht auf den anderen nehmen und sich dabei nicht selbst aus dem Blick verlieren – das alles ist

nicht gerade einfach. Der Übergang aus der ersten Verliebtheit in den „Beziehungsalltag“

verläuft daher für viele Paare nicht ganz reibungslos.

Meist stellt sich nämlich irgendwann heraus, dass die Vorstellungen davon, wie viel (und welche Art von) Zeit beide Partner miteinander verbringen wollen und wie viele eigene Interessen und Freundschaften jeder einzelne in welcher Intensität für sich pflegen möchte, nicht ganz übereinstimmen. Manchmal weichen die jeweiligen Bedürfnisse

sogar sehr deutlich voneinander ab. Das kann auf Dauer zu chronischem Stress in der Beziehung führen. 

Auf die richtige Gewichtung kommt es an

Eine gute Beziehung ist natürlich nicht gleich vom Scheitern bedroht, nur weil SIE ab und an spontan bei einem lustigen Frauen-Abend zusagt oder ER mal später als vereinbart aus der Arbeit kommt.

Eine kurze WhatsApp mit Erklärung („Gerade erfahren, dass Laura in Deutschland ist – spontane Mädelsrunde heute Abend im Biergarten!“ oder „Sorry, Stress! Im Büro Land unter. Geht heute nicht ohne Überstunden …"), am besten mit einem konkreten Alternativvorschlag („Dann am Freitag Kino – nur Du und ich? - und die Situation ist geklärt.

Gerade, wenn man mit seinem Partner zusammenlebt, ist eine gelegentliche Absage in der Regel nicht dramatisch – schließlich kann man auch in den kommenden Tagen wieder Zeit

miteinander verbringen (das sieht bei einer Fernbeziehung natürlich ganz anders aus – aber das ist ein Thema für sich).

Solange Vereinbarungen prinzipiell eingehalten werden, sich keiner vom anderen

vernachlässigt fühlt und beide das Gefühl haben, weiterhin wichtig für den Partner zu sein, erleben es die meisten Paare in gewissem Umfang eher als belebend, wenn jeder von beiden über eigene Erlebnisse berichten kann und seine Kontur und Eigenständigkeit behält.

 Wenn die Partnerschaft zu sehr in den Hintergrund rückt…

Obwohl sich die meisten Menschen im Klaren darüber sind, dass dauerhaft

zu wenig Zeit in der Partnerschaft zum Beziehungskiller werden kann, neigen doch viele dazu, ihrer Beziehung im Laufe der Jahre keine der obersten Prioritäten mehr einzuräumen – und das aus den verschiedensten Gründen: Die anspruchsvolle Chefin im Job, der aus dem Ruder laufende Haushalt, die beste Freundin (frisch geschieden, megaabenteuerlustig und extrem

ausgehwillig…), der Taxidienst für die pubertierende Tochter, das 173. Fußballturnier des

Sohnes etc.

Für viele Paare ist der Weg von „Liebesglück wie noch nie zuvor“ und „Zweisamkeit rund um die Uhr“ zu …

„Vielleicht gelingt es uns ja heute Abend mal wieder, uns zumindest ein paar Minuten zu

unterhalten“, erstaunlich kurz…

Solange aber beiden Partnern gleichermaßen bewusst ist, dass ein ruhiges Date zu zweit, ein Abendspaziergang oder ein kuscheliger Fernsehabend (OHNE Notebook auf dem Schoß oder Smartphone in der Hand) wieder mal gut tun würden – d.h. es beiden gelingt, ihre Liebe (trotz Stress) im Blick zu behalten - gerät die Partnerschaft noch lange nicht ins Wanken.

Fühlt sich jedoch einer oder beide Partner alleine, führt das früher oder später zu einem spürbaren Knirschen in der Partnerschaft bis hin zu heftigen Eheproblemen.

Wenn etwa einer von beiden Partnern häufige Alleingänge gar nicht als belastend empfindet (oder sogar genießt) und sich nur der andere alleine gelassen fühlt, besteht die Gefahr, dass er immer häufiger Kritik zu hören bekommt.

Die wiederholten Vorwürfe werden schnell als zermürbend erlebt, es kommt zu Streit,

das Wir-Gefühl in der Beziehung nimmt ab.

Oft fühlt sich derjenige, der viel unterwegs ist, zu Unrecht beschuldigt und unter Druck gesetzt: „Da arbeite ich wie ein Verrückter, um die finanzielle Belastung zu stemmen, stecke auf dem Heimweg eine Stunde im Verkehr, freue mich auf Dich und den Feierabend und … - werde zur Begrüßung mit Vorwürfen bombardiert?!“ Verlaufen Situationen immer wieder so oder ähnlich, kann das auch für ursprünglich noch so glückliche Partnerschaften belastend werden und

die Liebe ernsthaft gefährden.

Manchmal dreht sich der Spieß aber auch um. Etwa dann, wenn Hobbys oder die intensive Pflege alter Freundschaften die Hauptgründe dafür sind, dass ein Partner nur sehr wenig Zeit für die Beziehung aufbringt und der andere daraufhin auch (wieder) verstärkt seinen

eigenen Weg geht, nach dem Motto: „Was die kann, kann ich auch!“ - und in

Nullkommanix werden wilde Männer-Stammtische (re)aktiviert - und beide Partner

ziehen vermehrt ohne den anderen um die Häuser. Wenn dann beide in einer Negativspirale immer weniger auf die Bedürfnisse des anderen schauen, nimmt die Belastung für die Beziehung rapide zu.

Warum ist (regelmäßige) Zeit zu zweit in Partnerschaften so wichtig?

Mangelt es an gemeinsamer Zeit, wirkt sich das in der Regel auf alle Bereiche in der Beziehung aus. Zeit für die Liebe – mit (je nach Bedürfnislage der beiden) ungestörten Gesprächen, Intimität, Sex, Zärtlichkeit, gemeinsamen Erlebnissen und neuen Eindrücken – ist unerlässlich für eine als dauerhaft bereichernd erlebte Partnerschaft.

Es braucht ein möglichst großes Polster an positiver Gemeinsamkeit, um auch nicht ganz einfache Zeiten in der Beziehung gut bewältigen zu können.

Fehlt es an einem gemeinsamen Schatz von schönen Erlebnissen und Erinnerungen, kann ein eskalierender Konflikt viel schneller zum Beziehungskiller werden. Wird hingegen regelmäßig auf das gemeinsame „Beziehungskonto“ eingezahlt (die Währungen: liebevolle Worte und Gesten, schöne gemeinsame Aktivitäten…), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass beide um

ihre Liebe kämpfen werden, „wenn mal Sand ins (Beziehungs-) Getriebe geraten ist.“

 

5 Tipps,

wie es Ihnen gelingen wird, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen

1) Planen Sie eine Revival-Aktion 

Schreiben Sie in Stichworten auf, was Sie als Paar zu Beginn Ihrer Beziehung besonders gerne gemacht haben (Nachtspaziergang? Bestimmtes Lokal? Ausflug an einen verwunschenen Weiher? Gemeinsam sporteln? Krimidinner? Lieblingsdrink in der Lieblingsbar? Exzessiver Spieleabend? DVD-Marathon mit 5 Packungen Chips?).

Nehmen Sie sich eine solche „Revival-Aktion“ aus Ihren „Frisch-verliebtes-Pärchen-Zeiten“

für die kommenden Tage vor, planen Sie die konkrete Durchführung und

holen Sie Ihren Partner rechtzeitig mit ins Boot (Na?! Tauchen schon ein paar

schöne Erinnerungen auf? Spüren Sie hoffentlich Vorfreude aufs Wiederbeleben

aufkommen…? ;-))

2) Machen Sie den anderen neugierig

Notieren Sie sich kurz, welche Eigenschaften Sie bei Ihrem Partner zu Beginn der Beziehung besonders attraktiv und liebenswert fanden. Was schätzen Sie an ihm? Haben Sie ihm eigentlich je offen erzählt, warum Sie sich damals so verliebt haben? Sind Sie sich

sicher, dass er weiß, worüber Sie heute noch froh sind?

Machen Sie Ihren Partner neugierig à la: „Hab Dir was zu erzählen aus meinem Erinnerungstopf, was Dich bestimmt freut. Such Dir einen schönen Ort und

ein Zeitfenster aus, wo wir etwas Ruhe haben – dann werde ich Dir berichten…“

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Sie bald ein Date miteinander haben, bei dem Sie sich mal über ganz andere Dinge unterhalten werden als über Ihre Alltags-To-Dos…

3) Setzen Sie positive Anreize (statt zu drohen)

Auch, wenn Sie total genervt sein sollten, weil Ihr Partner schon wieder

so spät nach Hause gekommen ist und so wenig Zeit hat - Sätze wie „Du musst

aber heute pünktlich um … Uhr zuhause sein!“ oder „Wenn Du nicht mehr Zeit mit

mir verbringen willst, können wir eigentlich auch gleich Schluss machen!“ sollten tunlichst vermieden werden.

Lieber tief durchschnaufen und den Wunsch nach früherem Heimkommen oder mehr gemeinsamer Zeit positiv formulieren, wie z.B.:

Ich würde mich total freuen, wenn wir …

es schaffen würden, heute Abend schon gegen … Uhr zusammen zu essen. Dann hätte wir danach nämlich noch prima Zeit, um (…)beide morgen schon um (…) daheim wären. Dann könnte ich Dir noch in Ruhe von … erzählen, bevor ich (…). am Samstag zusammen (…). Fände es richtig schön, wenn Du mal wieder mit dabei wärst.“

4) Richten Sie Ihre Prioritäten (wieder) anders aus

Im Alltagswahnsinn zwischen Job, Haushalt, Familie etc. rücken meist zwei Arten von Verabredungen sträflich in den Hintergrund:

1) Die Verabredungen mit sich selbst (Sport machen, 2. Tasse Kaffee trinken und Zeitung lesen, zwischendurch ein paar Minuten auf dem Sofa abhängen…) und 2) exklusive Verabredungen als Paar (in Ruhe miteinander essen, einen Vormittag zusammen im Bett verbringen, zu zweit ausgehen …).

Eine Sonderschicht am Arbeitsplatz, der Anruf, dass das Kind irgendwo hingebracht / abgeholt werden will, Die-Spülmaschine/Waschmaschine-noch-schnell-anschmeißen-und-die-Küche-aufräumen etc. – all das rutscht auf der Prioritäten-To-do-Liste meist sofort nach oben

und radiert ursprüngliche (zaghafte) Ideen wie „Ich könnte eigentlich mal wieder ein paar Minuten die Beine hochlegen und in einer Zeitschrift blättern“ oder „Wäre doch nett, wenn wir heute Abend mal wieder ins Kino gehen würden…“umgehend aus.

Deshalb: Versuchen Sie ab sofort, gemeinsame Aktivitäten als Paar genauso wichtig zu nehmen wie z.B. einen beruflichen Termin. Sagen Sie Vorhaben mit Ihrem Partner nicht (mehr)

leichtfertig ab und verschieben Sie geplante Verabredungen niemals ‚auf unbestimmt‘ („Das machen wir dann einfach irgendwann anders…“). Falls ein Date nicht eingehalten werden kann, sollten Sie sofort einen verbindlichen Alternativtermin vereinbaren.

5) Berichten Sie einander in einem ruhigen Moment über Ihre Wünsche und Bedürfnisse

Gehen Sie die Themen „Wir-Gefühl“ und „Rituale stärken“ als gemeinsame Herausforderung an und sprechen Sie als gleichberechtigte Partner darüber, wie Sie die aktuelle Situation und das Maß an gemeinsam verbrachter Zeit und Zeit für Beruf, Hobbys, Familie, Freunde, Haushalt etc. jeweils erleben.

Was läuft gut? Worüber freuen Sie sich? Was fanden Sie früher besonders schön? Was würden Sie gerne wieder öfters zusammen erleben? Was möchten Sie eventuell neu ausprobieren?

Wichtig: Ein solches Gespräch kann nur gelingen, wenn es in einem

ruhigen und entspannten Rahmen stattfindet und nicht „zwischen Tür und Angel“

und es keiner von Ihnen beiden als Stress empfindet. Auch sollte kein akuter negativer Auslöser (und eine entsprechend schlechte Atmosphäre) die Basis für das Thema

„Mehr gemeinsame Zeit“ sein.

 

 

Paare sollten Gemeinsamkeiten haben

Die meisten Beziehungen brechen laut Angaben von Scheidungsanwälten auseinander, weil sich die Partner nichts mehr zu sagen haben und sie keine Gemeinsamkeiten mehr finden. Offensichtlich hören solchen Paare irgendwann auf, sich über ihre Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen auszutauschen.

Warum?

Wer offen über seine Wünsche spricht, riskiert Ablehnung und Widerstand. Jedes Paar wird Veränderungen von innen und außen erleben, auf das es reagieren muss. Das Leben kann nicht Stillstand sein, nicht einmal in den schönsten Momenten.

Was also, wenn meine neuen Bedürfnisse nicht zu denen des Partners passen?

Liebt er/sie mich dann nicht mehr? Der Partner macht sich vermutlich dieselben Gedenken. Wenn er jedoch ebenfalls nichts sagt, dann kann das Paar nicht gemeinsam auf Veränderungen reagieren. Gibt ja keinen Grund dafür. Sonst würde man doch drüber reden. Genau so entsteht Lustlosigkeit im Schlafzimmer. Deshalb wissen viele Paare nicht voneinander, wie und wo sich der Partner in fünf Jahren sieht.

Ob der Partner eigentlich wirklich noch glücklich ist.

Das muss nicht sein. Das sage ich nicht, weil ich schon berufsbedingt grundoptimistisch eingestellt bin. Wenn Sie richtig miteinander sprechen, dann ist respektvoller Austausch über Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen möglich. Stecken Sie in Ihren Wünschen und Bedürfnissen nicht ständig zurück, das wird Ihnen und Ihrer Beziehung nicht gut tun. Sie dürfen Wünsche haben und formulieren. Wir alle vermissen irgendwann etwas.

Was Frauen hauptsächlich in Beziehungen vermissen:

Er lässt es an Aufmerksamkeit mangeln Aufmerksamkeit hat viele Facetten. Ist sie nicht mehr da, herrscht Gleichgültigkeit. Die schmerzt, denn Liebe ist genau das Gegenteil. Sie sagt: Du bist für mich etwas Besonderes. Kleine Veränderungen bleiben unbeachtet. Das Klischee sagt: Ihm ist die neue Frisur nicht aufgefallen. Tatsächlich fällt diese Klage häufig. Natürlich geht es nicht wirklich um den Haarschnitt oder die Tönung, es geht um Achtsamkeit.

Für die Partnerin ist das eine Kränkung, weil sie ihre Position als seine Priorität Eins in Frage stellt. Gespräche verlaufen neutral bis abgewandt. Das bedeutet, dass der Partner wenig Rückfragen stellt, nicht auf das Gesagte eingeht, sich nicht merkt, worüber sie gesprochen hat. Die Partnerin erlebt Unterhaltungen dann nur sachbezogen und nicht emotional. Frauen mögen in ihrer Beziehung nicht nur über Fakten, Fakten, Fakten sprechen sondern sich über ihre Gefühle austauschen.

Komplimente?

Fehlanzeige. Männer reagieren genervt, wenn sie – direkt oder indirekt – schon wieder gefragt werden, ob sie sie tatsächlich noch attraktiv finden. Dabei bräuchten sie ihrer Partnerin nur zuvor kommen. Frauen wissen, wie ihre Partner auf visuelle Reize reagieren. Bleiben Komplimente (in welcher Form auch immer) aus, erzeugt das die Befürchtung, nicht vom geliebten Menschen begehrt zu werden – und das ist schließlich die Basis der sexuellen Exklusivität eines Paares.

Interesse an ihrer Person.

Viele Frauen klagen, dass ihre Partner ihre Leistungen nicht anerkennen. Weder die im Beruf, noch die in der Partnerschaft. Fehlt in einer Beziehung dauerhaft Lob, entsteht der Eindruck von Gleichgültigkeit.

Es gibt zu wenig Zweisamkeit Miteinander einsam sein.

Das ist für viele Frauen eine furchtbare Vorstellung. Dann wären sie lieber wirklich allein und würden das beste aus dieser Situation machen. Seine Anwesenheit – ist er tatsächlich da? Noch ein Klischee:

Er kommt nach Hause, ein kurzes Brummen, vielleicht ein flüchtiger Kuss und dann rasch an den Rechner – es könnte ja zwischen Abfahrt aus dem Büro und Ankunft in der Wohnhöhle noch eine super wichtige Mail eingetroffen sein. Sie kümmert sich allein ums Essen. Nach der Jause lässt er sich ins Sofa fallen und schaltet auf Durchzug-Modus.

Wo bleiben die gemeinsamen Unternehmungen?

Wenn die Partnerin sich um Termine bei ihrem Mann bemühen muss, bemüht sie sich irgendwann auch nicht mehr um ihn. Verzichtet ein Paar auf die neuen Eindrucke gemeinsamer Unternehmungen, sucht sich jeder Partner Ersatz im Freundes- oder Bekanntenkreis. Aus solchen Freundschaften entstehen dann Affären.

Zärtlichkeit und kuscheln.

Sich in den Arm nehmen, die Nähe des Anderen spüren – das kann, aber das muss nicht zwangsläufig Stufe eins für Spaß im Schlafzimmer sein. Körperlichkeit darf nicht allein als Vorspiel geschehen. Viele Frauen vermissen eine nicht sexuelle Intimität mit Ihrem Partner. Ist die nicht da, verlieren sie die Lust an mehr.

Was Männer hauptsächlich in Beziehungen vermissen:

Die Freiheit Männer fühlen sich schnell fremdgesteuert. Zuhause vermissen viele die Möglichkeit, einfach alle Verpflichtungen an der Garderobe abzugeben.

Er kann nicht tun, was er möchte. Statistisch möchten sich Männer erst Mitte 30 fest binden.

Als Grund geben sie an, sie wollten sich ihre Freiräume bewahren. Bereits kleine Eingriffe in seine Autonomie versteht er als persönlichen Angriff und Übergriff in sein Revier.

Typischer Satz: „Ich weiß heute doch noch nicht, ob ich in zwei Wochen Lust dazu habe.“

Die Unbeschwertheit ist verloren.

Ein Scherz hier, ein harmlose Kommentar dort. Viele Männer beklagen, dass sie nicht mehr sie selbst sein können in Beziehungen und auf alles achten müssen und sollen. Während sie untereinander auch mal sagen, wie schick sie die Kollegin finden, würden sie das zuhause nicht wagen. Wenn sie das Gefühl haben, sie müssten ihre Worte auf die Goldwaage legen, konzentrieren sie sich auf Sachthemen. Ausschließlich.

Die anfängliche Spontanität.

Beim Kennenlernen ließen sich die Partner von ihren Launen treiben. Für eine Beziehung braucht es Planung. Männer vermissen häufig die Möglichkeit, aus dem Alltag schnell mal auszubrechen – gerne mit der Partnerin. Doch die hat bereits seit einer Woche etwas mit den Eltern geplant.

Lob und Anerkennung Immer noch ist das Bild des Mannes als Versorger präsent und unabhängig von den tatsächlichen finanziellen Verhältnissen (wie gerade eine Studie belegte), fühlen sich Männer verantwortlich dafür, dass alles seinen geregelten Gang gehen kann. Diesen Aufwand möchten sie gewürdigt wissen.

Bestätigung für seine Leistung.

„Sie weiß gar nicht, was ich alles für sie mache“, ist eine typische Klage. Tatsächlich weiß sie das im Detail nicht (umgekehrt ebenso wenig, siehe Stichwort Aufmerksamkeit), häufig weil er es ihr nie mitgeteilt hat. Sie zeigt nämlich wenig Interesse an neutralen Gesprächen über alltägliche Dinge beispielsweise im Büro.

Sex

Wie zuvor Lob und Anerkennung mit Aufmerksamkeit korreliert Sex mit Intimität. Das Klischee, dass sie nie und er ständig Lust hat, ist längst widerlegt. Dennoch klagen gerade nach den ersten Beziehungsjahren vor allem die Männer, dass es im Schlafzimmer ruhig werden würde.

Intimität über Zärtlichkeit hinausgehend. Zurückweisung (geschlechtsunabhängig!) im Schlafzimmer kann jede Partnerschaft auf Dauer zerstören, wenn diese als Kränkung wahrgenommen wird – oder die Erfüllung des Wunsches nach Zärtlichkeit mit Bedingungen verknüpft wird.

In der Beratungspraxis wird immer wieder diese Situation beschrieben: Die Partnerin vermisst Aufmerksamkeit und hat keine Lust, mit einem solch wenig liebevoll empfundenen Partner zu schlafen. Er fühlt sich zurückgewiesen und gekränkt, und er zweifelt, ob eine Beziehung es wert ist, seine Freiräume einzuschränken.

Doch, Beziehungen sind möglich!

Wenn Sie sich jetzt fragen: Wie kann das überhaupt zusammen gehen? Es ist nicht so schwer. Die Sichtweisen mögen unterschiedlich sein, aber am Ende wünschen sich Frauen und Männer genau dasselbe, nämlich einen liebevollen, fürsorglichen, ehrlichen Partner, der bester Freund und Liebhaber in einer Person ist.

Seien Sie ehrlich, sagen Sie, was Sie sich wünschen, denn nur dann eben Sie Ihrem Partner überhaupt die Chance, darauf zu reagieren.

Nach Weihnachten kommt oft der Einbruch

Nach den Feiertagen, spätestens aber im Januar, fallen viele Menschen in ein psychisches Loch. Nach den anstrengenden Weihnachtstagen spürt man eigentlich erst, wie es einem jetzt so geht. Häufig plagt einen Müdigkeit und Erschöpfung.

Geschenke besorgen, Festessen zaubern, putzen, die Kinder beschäftigen - besonders für Hausfrauen ist die Weihnachtszeit purer Stress. Kommt dazu noch ein Familienzwist an den Feiertagen, ist eine Depression nicht selten.

Das Problem ist auch, dass man zwischen Weihnachten und Silvester schlecht abgelenkt ist. Die meisten haben frei und somit Zeit zum Nachdenken.

Raufen sich Ehepartner an Weihnachten noch zusammen, kommt es oft in den Folgemonaten zu einer Beratung - oder es kommt gar zur Trennung. Für Betroffene ist es immer schwierig und langwierig, den ersten Schritt zu machen und in einer Praxis anzurufen. Man tut das, wenn

der Kopf frei ist. Generell sind in der dunklen Jahreszeit vermehrt Anfragen nach Beratungen als im Sommer.

Eine Krise an Weihnachten ist allerdings in den meisten Fällen nicht der Auslöser für eine Trennung. Eine Krise hat meist eine längere Geschichte und kommt nicht über Nacht. Es kann jedoch vorkommen, dass der eine oder andere das Weihnachtsfest als "Wunder" oder letzten Versuch für die Eherettung ansieht. Dieses Weihnachtswunder bleibt jedoch meistens aus, wie immer bei Wundern.

Das psychische Loch nach Weihnachten ist oft ganz normal. Bei diesem Phänomen handelt es sich um eine sogenannte "Entlastungsdepression". Diese kann man mit einer Vorbereitung auf ein Examen vergleichen. Man arbeitet wie verrückt auf ein Ziel hin. Stellt sich dann Erfolg ein, (in diesem Fall das Bestehen des Examens), kommt es anschließend zur Depression.

Dies hängt mit der Hormonausschüttung des Körpers zusammen. Irritiert stellt man fest: Eigentlich müsste es mir gut gehen, aber ich fühle mich schlecht. Man versteht sich selbst nicht und kommt ins Grübeln.

Menschen, die zu Stimmungsschwankungen neigen, sind besonders anfällig für eine

"Entlastungsdepression“. Der weihnachtliche Spruch "himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt" passt also wortgemäß.

Warum hast Du das Gemacht Mama?

„Warum hast Du das gemacht Mama?“

Vor Weihnachten möchte ich noch schnell was loswerden!

Bitte denkt kurz darüber nach. - Viele Eltern posten in sozialen Netzwerken Fotos ihrer Kinder in allen Lebenslagen. Ich kann es als Mutter bedingt nachvollziehen, denn auch ich habe eine süße Tochter die ich über alles Liebe und auf die ich stolz bin – anderseits sehe ich in diesen

Tagen vieles mit Befremden.

Es ist nur scheinbar eine harmlose Möglichkeit, Verwandte, Freunde und Bekannte an

freudigen oder witzigen Momenten im Leben des Kindes teilhaben zu lassen. Viele Eltern scheinen sich über mögliche Folgen ihrer Social-Media-Aktivitäten nicht im Klaren zu sein.

Jedes Like ein Lob für die "gute Mutter"?

Was aber steckt hinter dem Bedürfnis, massenweise Kinderfotos in den sozialen Medien zu verbreiten? Eine mögliche Motivation ermittelte Sarah Schoppe-Sullivan, Professorin für Humanwissenschaften an der Universität von Ohio. Für ihre Studie befragte sie 127 junge Mütter. Das Ergebnis: Frauen, die sich unter großem gesellschaftlichen Druck fühlten, eine "gute Mutter" zu sein, und sich sehr stark mit der Mutterrolle identifizierten, zeigten in ihren Facebook-Profilen besonders viele Baby- und Kleinkindbilder.

Über positive Reaktionen auf ihre Posts suchten sie Bestätigung in ihrer Mutterrolle.

Erfüllten die Likes und Kommentare aber nicht ihre Erwartungen, reagierten diese Frauen besonders sensibel. Neun Monate nach der Geburt berichteten demnach die Mütter mit der größten Facebook-Aktivität von mehr depressiven Symptomen als jene, die in dem sozialen Netzwerk weniger präsent waren.

Will mein Kind das?

Bitte veröffentlicht keine Fotos von Kindern in sehr privaten Situationen! Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, solle unbedingt in den Privatsphäre-Einstellungen den Kreis derer

eingrenzen, die das Foto sehen können – auf eine kleinstmögliche Gruppe wie enge Freunde und Verwandte.

Aber Vorsicht:

100-prozentige Sicherheit bietet auch das nicht. Denn Facebook-"Freunde" können Bilder

speichern und weiter versenden. Abgesehen davon, dass nicht jeder Nutzer den Überblick darüber behält, mit wem er im Social Web befreundet ist.

Missbrauch der Fotos ist möglich

Eine Folge des sorglosen Postens: Jahre später könnten zum Beispiel Aufnahmen im schulischen Umfeld auftauchen und die inzwischen herangewachsenen Kinder beschämen. Denn wo die Bilder im Laufe der Zeit blieben, ist kaum vorhersehbar.

Noch schlimmer:

Immer wieder bedienten sich andere Menschen fremder Kinderfotos für ihre Internetseiten.

Im Zweifelsfall ist es besser, ausschließlich neutrale Bilder auszuwählen oder die Kinder von hinten zu fotografieren. Stellt euch doch mal diese Fragen: „Sind das wirklich alles meine Freunde die unsere Bilder sehen?“ Möchte ich von mir so ein Foto im Netz sehen im Bikini, Turnanzug oder „witzigen“ Situationen?“ „Will mein Kind dieses Bild einmal später im Netz sehen?“

Tipps für die Veröffentlichung von Kinderfotos in sozialen Netzwerken

Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, Kinderfotos auf Facebook, Instagram und anderen

Netzwerken zu veröffentlichen, sollte diese Dinge beachten:

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Machen Sie sich gründlich mit den Privatsphäre-Einstellungen des

sozialen Netzwerkes vertraut. Stellen Sie sicher, dass die Fotos ihrer Kinder nicht öffentlich zu sehen sind. Schränken Sie die Gruppe der Personen, die die Aufnahmen sehen darf, auf Ihr nahes Umfeld ein.

·

Legen Sie in den Privatsphäre-Einstellungen fest, dass die Bilder Ihres Kindes nicht von Suchmaschinen gefunden werden können.

·

Um keine persönlichen Daten preiszugeben, verwenden Sie für Ihr Profil ein Pseudonym.

Auch der Dateiname der Fotos sollte nicht dem richtigen Namen ihres Kindes entsprechen.

In eigenen Posts sollten Sie Umschreibungen wie "Sohnemann" oder "Töchterchen" benutzen - und Kommentare löschen, die den Namen des Kindes verraten.

·

Bitten Sie alle Personen, mit denen Sie die Bilder teilen, diese nicht weiter zu verbreiten.

·

Richten Sie einen Google Alert ein, um zu bemerken, wenn Bilder Ihres Kindes ohne Ihre Zustimmung verwendet werden. Sie finden uns auch auf Facebook -

jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden!

 

Damit die Liebe nich zu kurz kommt!

Weihnachtsstress: Für die Liebe muss immer Zeit bleiben

 

Liebe braucht Zeit – nicht nur an Weihnachten. Leider führt die berühmte Weihnachtshektik jedoch dazu, dass sich viele Menschen ausgerechnet zum Fest der Liebe unter starkem Zeitdruck fühlen – und in der Folge ausgerechnet für den Partner zu wenig Zeit übrigbleibt.

 

Im Gespräch bei einer Lebens-und Sozialberaterin wird dafür häufig die sehr menschliche und auch verständliche Entschuldigung vorgebracht, man habe vor allem an die Kinder gedacht und diesen ein rundum glückliches Fest ermöglichen wollen.

Kinder sind jedoch weit weniger anspruchsvoll, als viele Eltern glauben oder sich einreden lassen. Sie brauchen keine perfekte Organisation und keine Rund-um-die-Uhr-Bedienung,

um sich wohlzufühlen.

Die meisten sind sogar viel zufriedener, wenn die Feiertage friedlich verlaufen und es genügend Zeit und Raum zum Spielen und Faulenzen sowie für planlose und ungeplante Aktionen gibt.

Stressgeplagte Eltern können also fest darauf bauen, dass ihre Kinder ihnen gern Freiräume gewähren werden – und alle Liebenden dürfen sich an Festtagen Freiräume schaffen und diese dann auch mit gutem Gewissen nutzen.

Außerdem ist es auch Erwachsenen erlaubt, zwischendurch wieder zu Kindern zu werden – und dazu ist Weihnachten alle Jahre wieder eine wunderbare und willkommene Gelegenheit.


Die Jagd auf die Geschenke ist eröffnet. Stopp!       Hier einige Ideen wie es auch anders laufen kann.

Die Adventszeit sollte eigentlich eine besinnliche, gemütliche und fröhliche Zeit sein. Aber meist ist das Gegenteil wahr: Vorweihnachtszeit bedeutet Stress. Weihnachten kann auch ohne Stress funktionieren Wir könnten uns ganz einfach entscheiden, beim weihnachtlichen Konsumrausch und Kollektivstress nicht mitzumachen. Wer es schafft, sich vom Hollywoodbild des perfekten Weihnachtsabends zu befreien, kann die Weihnachtszeit tatsächlich genießen.

 

Dazu einige Tipps:

 

· Verschenke Selbstgemachtes

Den Menschen, denen du wirklich gerne etwas schenken willst – und wenn du ganz ehrlich bist, sind das gar nicht so viele – machst du mit selbst gemachten Kleinigkeiten eine Freude. Tipp: Am wenigsten Stress hast du, wenn du deine Weihnachtsgeschenke sozusagen ‚in Serie‘ produzierst und das Gleiche an mehrere Personen verschenkst – z.B. selbstgemachte Marmeladen, Brotaufstriche oder Kekse und, und…

 

· Schenke zu Weihnachten Zeit

Noch minimalistischer als selbstgemachte Geschenke – und oft noch persönlicher – ist es, gemeinsame Erlebnisse / Zeit zu verschenken. Denn Zeit ist für die meisten von uns das Wertvollste, was wir haben. Lade zu einem selbst gekochten Essen ein, ein Weinseminar, eine

private Stadtführung, deine Hilfe beim Umzug oder einen gemeinsamen Sushi-Kochkurs.

Nichts davon kann im Regal verstauben.

 

· Brich aus dem Geschenke-Kreislauf aus

Um zu vermeiden, dass du überflüssigen Kram zu Weihnachten bekommst (und dich dafür auch noch dankbar zeigen musst): Erklär deinen Freunden und Verwandten entweder ausdrücklich, dass du keine Geschenke möchtest und warum – oder aber, sag ihnen konkret, was du dir wünschst. Das bedeutet auch weniger Stress für die Schenkenden.

 

· Verschenke an Weihnachten nur, was  gebraucht wird

 

Der vorherige Tipp gilt auch umgekehrt: Informiere dich bei den Leuten, denen du etwas zu Weihnachten schenken willst, ob es etwas gibt, das sie wirklich brauchen oder wollen. So vermeidest du Geschenke, die gleich nach den Feiertagen anfangen, Staub zu sammeln.

 

· Es muss kein perfektes Weihnachtsmenü sein

Auch oder gerade an Weihnachten darf man Traditionen kritisch hinterfragen: Warum

eigentlich isst ‚man‘ an Heiligabend Gans oder Ente? Kann es nicht auch einfach

das Lieblingsgericht der Familie sein?

 

· Kein Stress in der Küche:

Gemeinsam kochen und backen. Verabschiede dich vom Ehrgeiz, ganz allein das perfekte Festmahl oder die perfekten Plätzchen hinbekommen zu müssen. Du brauchst nicht stundenlang einsam in der Küche zu stehen und dir Blasen beim Rühren zu holen, während zum 35. Mal „Last Christmas“ aus dem Radio dudelt. Koch oder back doch dieses Jahr gemeinsam mit deinen Freunden oder deiner Familie.

 

· Minimalistische Weihnachtsdeko:

Weniger ist mehr! Such Dir ein paar schöne Stücke aus und wähle den idealen Platz für Dich. Du wirst sehen, weniger Dekoration wird ganz anders wahrgenommen.

 

· Weniger Stress mit Kochen – mehr genießen

Befreie dich von der Vorstellung, du müsstest deine Gäste mit möglichst vielen verschiedenen Speisen oder Plätzchen beeindrucken. Das Entscheidende ist doch die gemeinsam verbrachte Zeit.  Garantiert werden sich deine Gäste hinterher vor allem daran erinnern, ob es ein gemütlicher Abend war, und nicht daran, ob es drei verschiedene Beilagen und zehn Sorten Plätzchen gab.

 

- Weihnachten etwas minimalistischer genießen!

Mit das Wichtigste bei alledem: Zu Weihnachten ruhig mal auf die Bremse treten. Die

Weihnachtszeit sollte auch der Erholung und Entspannung dienen – sich an den

Feiertagen zu stressen, ist nicht sinnvoll. Genüssliche Tage mit Deinen Lieben sind angesagt!  


"Hilfe, mein KInd wird gemobbt!"

Ob am Arbeitsplatz oder in der Schule:

Mobbing muss ernst genommen werden. In Schulklassen kommt es viel zu oft vor,

dass das Selbstvertrauen von Kindern über einen längeren Zeitraum hinweg

systematisch zerstört wird.

Angst- und Zwangsstörungen, Panikattacken, Depressionen und

Selbstmordgedanken sind die Folge. Damit gemobbte Kinder in dieser Situation

nicht alleine dastehen, sind aufmerksame Eltern und einfühlsame Lehrer gefragt,

die gemeinsam mit Tätern, Opfern und der beteiligten Schulklasse den

anhaltenden Konflikt lösen. Eine liebevolle Erziehung mit klaren Regeln und

Strukturen kann mithelfen, sodass Kinder weder zu Tätern noch zu Opfern werden.

Was ist Mobbing?

Nicht immer läuft der Schulalltag ruhig und friedlich ab,

manchmal kommt es zu Streit und Raufereien. Doch um wirklich von Mobbing reden

zu können, müssen folgende 4 Punkte zutreffen:

· Körperlich oder verbal aggressives Verhalten tritt auf.

· Das Verhalten ist gezielt gegen eine Person gerichtet.

· Es handelt sich um ein Gruppen-Geschehen, in das noch weitere Schüler aus dem Klassen- oder Schulverband verwickelt sind - u.a. auch dadurch, dass sie wegschauen, anstatt dem Gemobbten zu helfen.

·  Das aggressive Verhalten tritt wiederholt und über einen längeren Zeitraum - von einigen Wochen bis hin zu Jahren - auf.

 Mobbing erkennen

Opfer von Mobbing erzählen aus Angst oft nicht gleich von ihren Problemen in der Schule und erfinden Ausreden, um die Täter zu decken. Folgende Veränderungen bzw. Symptome bei Ihrem Kind deuten auf Mobbing hin:

- Körperliche Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen, Schlafstörungen

- Kind will nicht in die Schule gehen oder will dorthin begleitet werden

- Kind zieht sich zurück, weint vermehrt

-  Kind verliert häufig Geld oder Eigentum

- Beschädigtes Eigentum

- Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungsabfall

- Verletzungen und blaue Flecken

 

Die Folgen von Mobbing sind für die betroffenen Kinder schwerwiegend. Ihr Selbstbewusstsein wird zerstört, Zwangs- und Angststörungen, Panikattacken, Depressionen und

Selbstmordgedanken können sich ausbilden.

 

Mobbing: Wie Kinder zu Opfern oder Tätern werden

Zum Opfer werden meist ruhigere, schüchterne Kinder mit niedrigem Selbstwertgefühl oder die aus dem Klassenverband hervorstechen, z.B. durch gute Noten. Neueren Erkenntnissen zufolge sind aber nicht nur Kinder, die sowieso am Rande der Klassengemeinschaft stehen,

mobbinggefährdet. Auch Kinder, die zentrale Positionen innehaben, können von

Neidern gemobbt werden - erst wenn die Spitze der Beliebtheit erreicht ist,

sind Kinder vor Mobbing relativ sicher. Zudem zieht sich Mobbing oft durch die

Familiengeschichte. Kinder, deren Eltern in der Schulzeit gemobbt wurden, haben ein doppelt so hohes Risiko, selbst Mobbing-Opfer zu werden, als andere Kinder.

 

Wenn ein Kind zum Täter wird, geht es oft gerade durch eine Krise. Täter zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine geringere Toleranz gegenüber frustrierenden Erlebnissen haben und Impulse schlechter kontrollieren können. Manche von ihnen haben starke Vorurteile sowie ein Schwarz-Weiß-Denken von den Eltern in der Erziehung mitbekommen. Aber auch die Art, wie ein Lehrer die Klasse führt, kann ansonsten unauffällige Kinder zu Tätern werden lassen:

Wenn es in der Klasse keine klaren Strukturen gibt und Probleme nicht angesprochen werden, wird Mobbing wahrscheinlicher.

 

Mobbing: Wie Eltern und Lehrer helfen können

Dass Eltern und Lehrer bei Mobbing-Fällen zusammenarbeiten, ist ausgesprochen wichtig. Das Mobbing-Opfer sollte nie das Gefühl haben, alleine dazustehen, vielmehr muss es die Erfahrung machen, dass Erwachsene ihm helfen und seine Probleme ernst genommen werden.

 

Ein Lösungsansatz für langanhaltende schulische Konflikte, bei dem das Lehrpersonal eine tragende Rolle spielt, ist der "No Blame Approach". Dabei geht es darum, nicht den oder die Täter an den Pranger zu stellen, sondern Täter, Opfer und die Personen aus der Klassengemeinschaft, die zusehen, wegsehen oder Mitläufer sind, in die Konfliktlösung einzubeziehen. Der Klassenlehrer organisiert dabei Gespräche und baut einen Kreis von Helfern um das gemobbte Kind auf, die mit Ideen und Handlungen das Kind wieder in die

Klassengemeinschaft miteinbeziehen.

 

Mobbing: Wann sollte einen Fachmann/-frau hinzugezogen werden?

Einen Lebens- und Sozialberater, Psychologen, Psychotherapeuten sollten Sie dann hinzuziehen, wenn Sie sich von der Situation überfordert fühlen. Der Fachmann/-frau kann bei der Vermittlung zwischen Ihnen und der Schule behilflich sein und dem Kind dabei helfen, sein angeschlagenes Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Das Kind soll neue Handlungsmöglichkeiten finden, wenn es gemobbt wird - dabei achtet der Fachmann/Frau darauf, dass diese auch kindgerecht sind. Außerdem können gemeinsam  neue

Hobbys gesucht werden, bei denen das Kind Raum hat, wieder aufzublühen.

 

Gerade bei Eltern, die selbst einmal zum Mobbing-Opfer wurden, können alte Traumata hochkommen, wenn das eigene Kind gemobbt wird. Scheuen Sie sich nicht, sich gemeinsam mit Ihrem Kind beraten zu lassen, wenn Sie Hilfe bei der Bewältigung benötigen.

 

Mobbing vorbeugen

Als Eltern und Lehrer können Sie viel tun, um Mobbing vorzubeugen. Das beginnt schon bei der Erziehung:

- Liebevolle Unterstützung: Pflegen Sie einen autoritativen Erziehungsstil, bei dem Sie Ihr Kind altersgemäß fordern, liebevoll unterstützen, aber klare Regeln und Strukturen im Alltag

festlegen. Seien Sie der Coach Ihres Kindes, verhelfen Sie ihm zu Erfolgserlebnissen,

indem Sie Aufgaben und Regeln so wählen, dass sie von Ihrem Kind auch gelöst

und eingehalten werden können. Ein selbstbewusstes Kind hat es weder nötig, zu

mobben, auch wird es weniger leicht zum Opfer, da es mutig genug ist,

"Nein" zu sagen, wenn ihm jemand zu nahe kommt.

- Vorbildwirkung der Eltern: Denken Sie auch daran, dass Sie ein Vorbild für das Kind sind – wenn Sie fluchen, körperliche Gewalt anwenden und über andere schimpfen und sich nicht in diese hineinversetzen können, wird Ihr Kind nur schwer lernen, sich in Konfliktsituationen kompromissbereit zu verhalten . Auch wenn Ihr Kind gefährdet ist, zum Täter zu werden - z.B. durch ein lebhafteres Temperament, ADHS, hohe Aggressivität, geringes Einfühlungsvermögen können Sie ihm spielerisch dabei helfen, seine Impulskontrolle zu verbessern

und leichter mit Frustration und Ärger umzugehen.

 

· Prävention vonseiten der Schule:

Auch Schule und Lehrer können viel gegen Mobbing tun. Ein guter Zusammenhalt

zwischen den Lehrern untereinander und eine gut geführte Schule tragen zum

Schutz der Schüler vor Mobbing bei. Präventionsmaßnahmen wie Info-Tage und

Workshops, sowie Verhaltensverträge mit den Schülern sind außerdem ratsam. Auch

die Aufmerksamkeit der Lehrer ist gefragt und der Wille, kritische Situationen

- ob während der Stunde oder in der Pause - anzusprechen und den Kindern

alternative Lösungswege aufzuzeigen.

 


Wo ist meine gute Laune geblieben? Warum ist Beziehung leben gerade so schwierig für mich?

Rund 15 Prozent der österreichischen Bevölkerung leiden an einer saisonal abhängigen Depression, der Herbst-/Winterdepression.

Die Folgen: Wir sind antriebslos, fühlen uns niedergeschlagen und könnten ununterbrochen schlafen.

Was können wir gegen sie tun?

"Die saisonal abhängige Depression ist seit langer Zeit bekannt und manifestiert sich in den Herbst- und Wintermonaten durch Lichtmangel", erklärt Prof. DDR. Siegfried Kasper, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Uni Wien.

Wenn der Alltag zur Last wird - handelt es sich hier um eine "Dimension, die jeder ein bisschen

spürt". Als Krankheit wird sie erst dann bezeichnet, wenn der Alltag zur Last wird und man den täglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

"Jene, die stark betroffen sind, haben wenig inneren Schwung, wenig Antrieb.

Sie wollen sich nicht mehr mit anderen Menschen treffen, schleppen sich zur Arbeit und wollen möglichst in Ruhe gelassen werden. Sie gehen sozialen Kontakten aus dem Weg, sie vereinsamen."

Was sind die Ursachen?

Bemerkbar macht sich die Herbst-/Winterdepression, sobald die Tage kürzer werden. In der

Regel setzt sie Mitte/Ende September ein und dauert bis März. "Wenn das Tageslicht zur Mangelware wird, werden gewisse Botenstoffe, die auch für die Stimmung zuständig sind, nicht mehr ausreichend produziert", sagt Dr. Alexander Bernhaut, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Konkret geht es hier um Serotonin und Noradrenalin, die das Wohlbefinden, die Aufmerksamkeit, die Konzentrationsleistung und den Schlaf beeinflussen. Ein Mangel an den

Botenstoffen ruft jene Symptome hervor, die wir unter dem Begriff "Herbstdepression" kennen.

»Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer«

Wie äußert sich die Herbstdepression?

"Die typischen Phänomene der saisonal abhängigen Depression sind der Verlust an

Motivation und Interesse sowie eine sentimentale bis traurige Stimmung", erläutert Bernhaut. Der Betroffene ist antriebslos, schläft und isst zu viel - vor allem Süßigkeiten und Nudelgerichte, sprich kohlenhydratreiche Kost, die wiederum müde macht. "Damit schließt sich der Teufelskreis", warnt Kasper.

Wer ist betroffen?

"Erste Symptome zeigen sich meist schon während der Pubertät. Frauen sind insgesamt

häufiger betroffen als Männer. Allerdings nur bis zur Menopause. Danach gleicht sich der Anteil an Frauen und Männern, die an der Herbst-/Winterdepression leiden, wieder aneinander an", weiß Kasper. Auffällig oft tritt diese Form der Depression im Alter von 25 bis 30 Jahren zutage, "wenn man fix in den Arbeits- und Familienalltag eingebunden ist", seinen Alltag also nicht mehr den Stimmungsschwankungen anpassen kann.

Herbstdepression oder Depression?

Woher aber weiß man, ob die Depression tatsächlich nur an die Jahreszeit gebunden

ist? Während von der Herbst-/Winterdepression Betroffene kaum noch aus dem Bett

kommen, schlafen Personen, die an einer saisonunabhängigen Depression leiden,

zu wenig. Sie finden nachts keine Ruhe, wachen früh auf, werden von Ängsten geplagt und sind unter Umständen sogar suizidgefährdet. Dagegen ist die Herbst-/Winterdepression nur in den seltensten Fällen lebensbedrohlich.

»Gefährlich wird's im Frühjahr, wenn die Batterie richtig leer ist«

Wie gefährlich ist sie?

"Gefährlich wird's allerdings im Frühjahr, wenn die Batterie richtig leer ist. Während die

meisten Menschen den Frühling begrüßen, können sich das Gehirn der Herbst-/Winterdepressiven nicht oder nur schwer auf die neue Situation einstellen", gibt Kasper zu bedenken. "Hat man durch die jahresbedingte Erkrankung dann möglicherweise noch den Job, soziale Kontakte oder den Partner verloren, kann das im Frühjahr durchaus zu einem Problem werden."

Tipps gegen die Herbstdepression

"Nützen Sie jede Möglichkeit, Licht zu tanken. Gehen Sie an der frischen Luft spazieren", empfiehlt Bernhaut. Ist das nicht möglich, beispielsweise weil man von früh bis spät im Büro sitzt, kann man sich mit einer Lichttherapie über die Runden helfen. Die kann man, während man zu Hause vor dem Fernseher sitzt oder ein Buch liest, konsumieren. Entsprechende Lampen sind im Fachhandel erhältlich. Je nach Lichtstärke (bis zu 10.000 Lux) kann man sich bis zu zwei

Stunden bestrahlen lassen. Bitte abklären lassen . Auch Johanniskrautpräparate schaffen Abhilfe. Allerdings sollte man während der Einnahme direkte Sonneneinstrahlung meiden, da das Kraut die Haut sehr lichtempfindlich macht. Hilft nichts dergleichen, sollte man es beim Fachmann / Fachfrau  / LebensberaterIn / psychologischen BeraterIn abklären lassen. Es kann oft auch noch etwas ganz anderes dahinter stecken, warum sie sich so leer, antriebslos und kraftlos fühlen. 

Wie wirkt es sich auf meine Beziehung aus?

Oft sind die Partner überfordert. Sie können sich die Traurigkeit, den Stimmungswechseln und die Lustlosigkeit nicht erklären. Alles stagniert..."was soll ich nur tun"? Ich fühle mich so alleine gelassen -mein Partner hat sich verändert. Viele Fragen belasten in dieser Zeit die Beziehung.

Gerne bin ich für Sie da und begleite ich Sie in dieser oft schwierigen Zeit.

Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin.

s.woschitz@psychologische-beratung-linz.com; www.psychologische-beratung-linz.com  


Kann uns Beziehung depressiv machen?

Wenn die Beziehung uns öfter traurig, als glücklich stimmt, ist Vorsicht angesagt. Denn

die Macht der Liebe kann auch umschwenken – und uns schneller als gedacht in

eine Depression stürzen. Beziehungen sind ein zweischneidiges Schwert.

Sie können uns auf Wolke 7 fliegen lassen und überglücklich machen. Doch auf

der anderen Seite üben sie eine enorme Macht auf unsere Gefühlswelt aus, die

auch gerne umschwenkt. In einem solchen Fall kann unsere Beziehung auch das

Gegenteil von Glück bedeuten – sie kann uns depressiv machen.

Wenn die Beziehung dich in eine Depression stürzt Mit einer Depression ist nicht

zu spaßen. Sie schleicht sich in Form eines unangenehmen Gefühls an, das sich

in Machtlosigkeit und Trauer verwandelt. Sie legt sich wie ein dunkler Schleier

über unser Leben und macht es uns alles andere als leicht, wieder klar zu sehen.

In manchen Fällen ist unsere Beziehung der Auslöser. An diesen Zeichen

erkennst du, dass deine Beziehung dich schleichend depressiv macht:

1. Dein Partner macht dich nieder.

Kritik ist erlaubt. Kritik ist gut. Allerdings nur wenn sie dazu dient, uns gegenseitig zu einem besseren Menschen zu machen. In einer Beziehung dürfen wir unseren Partner auf seine

Fehler hinweisen – lassen ihn dabei aber auch wissen, dass wir ihn mit all seinen Macken lieben. Liebe sollte uns aufbauen, nicht niedermachen. Wenn du an dir selbst zweifelst, weil dein Partner dich niedermacht, sollten die Alarmglocken klingeln.

2. Du bist nie im Recht.

Du hast aufgehört, Diskussionen zu führen, weil deine Argumente ohnehin kein Gehör finden? In einer Beziehung geht man respektvoll miteinander um. Und dazu gehört auch, sich einzugestehen, wenn man selbst im Unrecht ist. Dein Partner sollte dich und deinen Standpunkt ernst nehmen.

3. Du fühlst dich kontrolliert.

Dein Partner will rund um die Uhr wissen, wo du bist und kontrolliert dein Handy? Hier stößt die Liebe an seine Grenzen. Auch wenn man sich ein solches Verhalten gerne schön redet und mit romantischer Eifersucht rechtfertigt, zerstört krankhafte Kontrolle die Beziehung. Du bist

ein eigenständiger Mensch und kannst tun und lassen, was du möchtest.

4. Du triffst keine Entscheidungen mehr.

Mädels-Abend und Geburtstagsfeier seines Kumpels fallen auf einen Tag – jetzt sind Kompromisse gefragt. Dir wird die Entscheidung allerdings abgenommen und dein Partner bestimmt von vornherein, was ihr unternehmt? Vorsicht, du unterschätzt dich und deinen Wert. Deine Wünsche sollten in einer Beziehung nicht untergehen. Manchmal geschieht es schleichend, dass uns immer mehr Entscheidungen abgenommen werden, ohne dass wir es aktiv merken.

5. Dein Partner ist durchgehend gereizt.

Egal was du sagst, es ist falsch? Du musst dir

nicht alles gefallen lassen. In der Liebe tun wie viel dafür, dass unser Partner glücklich ist. Ist dem nicht der Fall, fühlen wir uns nicht nur angegriffen, wir sind davon überzeugt, dass der Fehler bei uns liegt. Jeder Mensch benötigt Erfolgserlebnisse und Bestätigung im Leben. Wenn unser Partner uns durchgehend das Gefühl gibt, etwas falsch zu machen, ist das Risiko einer

Depression hoch.

6. Dein Partner dominiert die Beziehung.

Entweder es läuft nach seiner Nase – oder eben gar nicht. Diese Einstellung ist nicht nur höchst egoistisch und beziehungsschädlich, sie beeinflusst auch unser Selbstbewusstsein. Wir stellen

unsere Bedürfnisse in den Hintergrund – und nehmen uns selbst als eigenständige

Person nicht mehr wichtig.

7. Du führst unterbewusst seine Befehle aus.

Du machst den Einkauf, die Wäsche und bringst ihm sein Lieblingsessen ans Bett? Tust du das alles wirklich aus eigener Intention heraus? Wenn unser Partner anfängt uns zu manipulieren oder sogar Befehle zu geben, hat das mit Liebe nichts mehr zu tun. Dass wir verliebt sind,

bedeutet nicht, dass wir alles für den anderen tun müssen. Unsere Liebe sollte niemals ausgenutzt werden.

8. Eure Beziehung verläuft einseitig.

Natürlich kann es auch schön sein, den Liebsten mit seiner Leibspeise zu überraschen und zu verwöhnen – solange diese Taten nicht einseitig sind. Wie heißt es so schön: Eine Beziehung ist ein ständiges Geben und Nehmen. Das Geben sollte hierbei nie vergessen werden. Wenn

nichts zurückkommt, verkümmern wir innerlich – und rutschen schneller als wir denken in eine Depression.

9. Dein Partner missbraucht dich.

Es gibt eine Form des Missbrauchs, die mit körperlicher Gewalt nichts zu tun hat und sich dafür in der Psyche abspielt. Eine Beziehung hat, wie gesagt, eine außerordentliche Macht auf uns. Wenn wir jemanden lieben, machen wir uns (bewusst oder unterbewusst) in gewisser Weise

abhängig. Wir sind verletzlich und bieten eine perfekte Angriffsfläche. Diese Macht sollte unser Partner niemals ausnutzen. Wenn sich durch eine Beziehung unser Selbstbild zum Negativen hin verändert, ist Vorsicht angesagt. Wir dürfen uns nicht darüber definieren, wie unser Partner uns behandelt.

10. Dein Partner ist depressiv.

Zuletzt kann es natürlich auch sein, dass der Partner aktiv gar nichts tut, welches uns depressiv stimmt. Ist dein Partner selbst an einer Depression erkrankt, benötigt er professionelle Hilfe. Du

Kannst ihm diese Last nicht nehmen. Eine starke Verbindung erhöht das Risiko, dass du letztendlich selbst depressiv wirst und dich von seinen Problemen herunterziehen lässt. 


Eigenschaften einer gesunden Beziehung

Zuhören

Es ist so simpel wie lächerlich, es überhaupt erwähnen zu müssen: Partner, die zuhören sind eine unabdingbare Voraussetzung für stabile Beziehungen. Sich vor dem eigenen Partner erklären zu müssen, weil er nur mit halbem Ohr hinhört und die Gefühle seiner Partnerin ignoriert, geht gar nicht.

Ehrlich lieben

Wie viele Beziehungen in eurer Umgebung sind von echter Liebe geprägt? Es kommt

nicht selten vor, dass Freunde erzählen, sie würden von ihrem Partner nicht gesehen, nicht gewollt oder wertgeschätzt werden. Der richtige Partner wird dich jedoch immer daran erinnern, wie viel du ihm bedeutest.

Unterstützung geben

Der ideale Partner wird dich auf keinen Fall vor anderen niedermachen. Denn er wird

deine Erfolge würdigen, respektieren und dich immer weiter unterstützen - auch dann,

wenn es niemand sonst tut.

Sicherheit schenken

Der letzte Ort, an dem sich Frauen / Männer unsicher

fühlen sollten, ist zuhause mit ihren Partnern. Dass das leider nicht immer

zutrifft, zeigen die Gewaltstatistiken. Daher ist es ein wichtiges Kriterium für eine gesunde Beziehung, wenn beide sich darin sicher und wohl fühlen.

„Gemeinsam“ - nicht einsam

Nicht alle Phasen im Leben sind schön. Und genau durch diese Phasen müssen auch Paare

oft durchtauchen, um danach wieder stärker herauszukommen. Doch leider gibt es auch jene Partner, die nur Sonnenschein ertragen - und verschwinden, sobald es ernst wird. Ein guter Partner würde so etwas nicht machen. Er ist sich bewusst, dass in einer Partnerschaft viel emotionale Arbeit zu leisten ist und geht den Schritt mit, um diese Arbeit fair aufzuteilen. Schließlich sitzen beide im gleichen Boot.

Keine Grenze überschreiten

Ein "Nein" nicht zu akzeptieren, ist noch immer eines der größten Probleme in Partnerschaften und sorgt für Gewalt. Ein guter Partner wird dich nie zu etwas drängen, dir einreden, dass du etwas willst, dich beschimpfen oder niedermachen. Das ist wichtig - und selbst die "kleine gemeine Bemerkung", die unwichtig erscheint, aber verletzend ist, darf nicht sein.

Ich darf so sein wie ich bin

Hast du dir schon öfter die Frage gestellt, was dein Partner denken würde, wenn du XY machst oder sagst? Und hast du es dann nicht gemacht - aus Angst, er könnte negativ darauf reagieren? Wenn ja, dann ist das kein Anzeichen für eine gesunde Partnerschaft. Denn in einer solchen musst du das Gefühl haben, ehrlich und offen sein zu können, ohne dafür verurteilt zu

werden. Das gilt natürlich für beide, denn in einer gesunden Partnerschaft

werden Gefühle ausgesprochen und respektiert.

Es wird gehandelt

Leere Versprechungen machen traurig und unzufrieden. Handlungen zählen viel mehr als Worte. Gleichberechtigung in einer Beziehung fängt bei den kleinen Dingen an, wie der schmutzigen Wäsche, und geht weiter zu den großen, wie der ehrlichen Auseinandersetzung mit Themen, die beide Partner beschäftigen. „Alles zusammen“ macht dann eine glückliche

Partnerschaft aus, in der sich beide gewürdigt und geliebt fühlen. 


Handy aus - Beziehung an?

Bei vielen Paaren ist das Smartphone immer

griffbereit und funkt ständig dazwischen. Doch was passiert, wenn beide das Gerät für eine Zeit verbannen und nicht mehr voneinander abgelenkt sind?

Das Handy ist zu unserem ständigen Begleiter geworden. ·

Wer permanent auf sein Handy starrt, weist seinen Partner dadurch zurück.

Handys können Partnerschaften tatsächlich auseinander bringen.

Vor zehn Jahren empfanden es die meisten Menschen noch als unhöflich, wenn der Partner beim gemeinsamen Essen, während eines Gesprächs oder beim Kuscheln auf dem Sofa zu seinem piepsenden Handy griff. Es glich einem Tabubruch.

Heutzutage ist die ständige Handybereitschaft durch alle Gesellschaftsschichten und in allen Altersklassen ganz normal. Das Handy ist zum unverzichtbaren Begleiter aufgestiegen, das ständig und überall dabei ist, weil es unser Leben vereinfachen soll.

So brutal kann Handyklingeln sein In punkto Partnerschaft führt die ständige

Erreichbarkeit zu einer fatalen Entwicklung: Gefühle von Einsamkeit und

Zurückweisung kommen während des Zusammenseins auf, wenn sich der andere

permanent von seinem Smartphone ablenken lässt. Ein klingelndes Handy hat etwas

Brutales, es bricht in eine menschliche Beziehung hinein wie kleine Kinder, die

im Gespräch immer dazwischenfunken.

Grundbedürfnisse einer Partnerschaft:

Anerkennung und Aufmerksamkeit

Permanentes Handyklingeln kann Partnerschaften

tatsächlich auseinander bringen, weil es die normale Form der Zuwendung stört.

Denn die Grundbedürfnisse einer Partnerschaft – Anerkennung und Aufmerksamkeit

– würden gestört.

Entschließen sich die beiden nun gemeinsam, die Smartphones auszuschalten und für einen längeren Zeitraum beiseite zu legen, bleibt nichts mehr anderes übrig, als sich miteinander zu beschäftigen. Dann geht es an die Basis der Beziehung, denn es stellt sich die Frage, ob die

beiden Partner die Nähe ohne Ablenkung aushalten. Besonders oft erleben wir diese Situation im Urlaub, es gilt die Handyfreie Zeit!

Daran erkennen Sie eine schlechte Beziehungsbasis

Ist die Basis der Liebesbeziehung nicht gut, dann kommt die Nähe als Bedrohung an. So finden ein Drittel aller Trennungen nach einem gemeinsamen Urlaub statt, weil es dort die üblichen Rückzugsräume und Ablenkungen nicht mehr gab. Viele Paare merken dann, dass sie sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben.

Was Liebesbeziehungen brauchen:

Orte der Stille Bewusst auf das Smartphone zu verzichten, bedeutet auch zur Ruhe zu kommen. In solchen Phasen spürt der Mensch intensiv seine eigenen Gefühle und Wünsche, sozusagen ein Stück seiner inneren Stimme und Identität. Jede zweite Paarbeziehung verbessert sich durch das Rückbesinnen aufeinander, denn die Partner reden wieder mehr miteinander

und merken, dass sie plötzlich viel mehr Platz und Zeit für Erotik haben und wie wichtig das eigentlich für sie ist.

Beziehungen sind etwas sehr ruhiges und brauchen geschützte Räume, wo man auch die Türen zu machen kann und kein anderer stört. Liebesbeziehungen brauchen Orte der Stille, um den anderen wieder zu hören. 


Um Streit zu vermeiden, tauschen Sie sich vorm Urlaub unbedingt aus.

Um Streit zu vermeiden, tauschen Sie sich vorm Urlaub unbedingt

aus und überdenken Sie ihre Erwartungen.

Diese kleine Liste kann vieles vereinfachen.

Welche Bedürfnisse und Wünsche hat jeder? Welche Pläne gibt es bereits?

Wieviel Aktivität will jeder und wie groß ist die gemeinsame Unternehmungslust?

Wieviel gemeinsame Zeit wollen Sie miteinander verbringen?

Wieviel Zeit möchten Sie alleine nutzen / gestalten?

Wie erholt sich jeder am besten und was wird dazu benötigt?

Welche Konflikte könnten sich auftun und mit welchen

Problemen ist zu rechnen? (erinnern Sie sich an frühere Urlaube)

Wie können möglichst viele Wünsche und Bedürfnisse von

beiden erfüllt werden?

Setzen Sie sich vorm Urlaub zusammen und besprechen Sie ihre

Wünsche und Erwartungen.

So finden Sie zeitig heraus, wo es im Urlaub „krachen“ könnte.

Beziehungsstress in und nach der Ferienzeit!

 

Statt der erhofften Romantik erleben Paare und Familien in den Ferien oft Stress.

Von den Sommerferien erhoffen sich viele die schönste Zeit im Jahr. Häufig kommt es

gerade dann zu unerwartetem Stress. Warum ist das so?

Häufig hängt dies mit zu hohen Erwartungen zusammen. Wieder anderen gelingt es nicht,

Distanz zum Alltag zu erlangen. Dann zieht sich der Stress weiter, was frustrierend sein kann. Wenn es nicht gelingt, in gewissen Zeiten des Jahres die Batterien wieder voll aufzuladen, fehlt diese Energie, was längerfristig zu Leistungsbeeinträchtigungen führen kann.

 

Ferien sind für Paare und Familien oft Gelegenheiten, um mehr Zeit füreinander zu

haben. Bei Familien nimmt man sich häufig vor, für die Kinder da zu sein und

fehlende gemeinsame Zeit übers Jahr in dieser Phase zu kompensieren.

Sich Zeit zu nehmen füreinander, spielt in den Ferien und im Alltag eine wichtige Rolle.

 

Wichtig sind Toleranz und Offenheit den Bedürfnissen des anderen gegenüber. Was einem

selber wichtig ist, sollte nicht zum Maßstab aller Dinge erhoben, sondern im

Zusammenspiel mit den Bedürfnissen und Zielen des Partners gesehen werden. Man

sollte seine Bedürfnisse kommunizieren, dem anderen zuhören und auf

gegenseitigem Verständnis basierende Lösungen finden.

 

Viele Paare können die Zeit als Ressource nutzen. Andere prallen aufeinander, da man

auf engem Raum zusammen ist. Dies hat häufig mit der emotionalen Überfrachtung

der Ferien zu tun. Man erwartet, dass in dieser Zeit nun alles anders wird, man

wieder romantische Gefühle empfindet, Zärtlichkeit austauscht und für den Partner

Zentrum der Aufmerksamkeit wird.

Manche können aber nicht von einem auf den anderen Tag abschalten und enttäuschen

diese Erwartungen. Gerade wenn man im Alltag zu wenig in die Partnerschaft

investiert, ist es schwierig, alles in dieser kurzen Zeit der Ferien wettmachen

zu wollen. Die Ferien spiegeln damit häufig, wie es um die Partnerschaft steht.

Es ist wie unter einem Brennglas, Schwierigkeiten treten markanter hervor.

 

Zu häufig auftretende Konflikte, die gekennzeichnet sind durch generalisierte Kritik, Abwertung, Sarkasmus, Provokation und Drohungen, sind längerfristig problematisch. Genauso ist jedoch Scheinharmonie ein großes Problem. Zwei Personen, die täglich miteinander interagieren, erleben zwangsläufig Spannungen. Diese sollte man nicht unter den Teppich kehren, sondern ansprechen und auch gemeinsam zu bewältigen versuchen.

Die Beziehungskrise ist ein subjektives Empfinden eines oder beider Beteiligten, das

der Partner oder die Partnerschaft den Erwartungen nicht mehr entspricht, als

unbefriedigend erlebt wird und mit einschneidender Enttäuschung oder Resignation einhergeht. Im Schweregrad unterscheidet sich die Beziehungskrise von alltäglichen Enttäuschungen. Häufig kommt es in dieser Phase zu akzentuierten Konflikten, Trennungsgedanken oder zur Einsicht, dass man eine Paarberatung in Anspruch nehmen sollte.

Das können enttäuschte Erwartungen bezüglich Rollenverteilung oder nicht erfüllte

Versprechungen des Partners sein, etwa, dass er sich mehr Zeit für die

Beziehung nehmen will. Es können auch größere Desillusionierungen sein, zum

Beispiel wenn man sich von der Partnerschaft insgesamt mehr versprochen hat.

 

Kinder stellen in der Regel eine besondere Herausforderung dar, das ist unbestritten.

Nur schon das Faktum, dass die Bedürfnisse mehrerer Familienmitglieder koordiniert werden müssen, ist anspruchsvoller als die Kompromissfindung bei zwei Personen. Häufig wird die Kindererziehung in den Ferien stärker zum Spannungsfeld, da man durch die intensive Zeit, die man gemeinsam verbringt, stärker auf Erziehungsdifferenzen aufmerksam wird.

Andererseits kann auch ein kinderloses Paar, das sich im Alltag kaum mehr begegnet oder viel

Differenzen hat, die Ferien als spannungsvoll erleben.

Wichtig ist, dass man mit realistischen Erwartungen in die Ferien fährt und sich bewusst ist, dass man sich und den Beziehungsalltag in die Ferien mitnimmt.

Dort wird nicht einfach alles anders, sondern es ist eine Gelegenheit, einander entspannter zu begegnen. Diese sollte man nutzen. Es ist illusorisch, zu glauben, dass schöne Ferien den verpassten Rest des Jahres kompensieren.

Konflikte gehören dazu, das ist nicht das Problem. Auch in den Ferien ist das nicht

anders. Wenn sich ein Paar mal streitet, ist das völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass die Konflikte nicht zu häufig sind, nicht dysfunktional verlaufen, fair ausgetragen werden und das Paar konstruktive Lösungen findet.